Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

IntraText CT - Text

  • SECHSTES BUCH
    • Dreizehntes Kapitel
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

Dreizehntes Kapitel

Es wurde mir unablässig zugesetzt, daß ich mich verheiraten solle. Schon bewarb ich mich und es ward mir das Jawort gegeben, da die Mutter sich vorzüglich Mühe gab, daß die heilsame Taufe mich, wenn ich schon in der Ehe lebte, reinigen möchte, und dies um so mehr, da sie sich freute, daß ich von Tag zu Tag für die Taufe geeigneter würde, und wahrnahm, daß ihre Wünsche und deine Verheißungen in meinem Glauben erfüllt würden. Da sie aber sowohl auf mein Bitten und aus eigener Sehnsucht mit lautem Seufzen des Herzens täglich zu dir flehte, du möchtest ihr durch ein Gesicht eine Offenbarung über meine künftige Ehe geben, so erhörtest du sie nie. Sie sah einiges Richtige und Phantastische, wozu sie der Drang ihres hierüber bekümmerten menschlichen Geistes trieb, und erzählte es mir, aber nicht mit dem gewöhnlichen Vertrauen, wenn du ihr es offenbartest, sondern mit einer gewissen Geringschätzung Denn sie äußerte, sie wisse durch eine Empfindung, die sie mit Worten nicht auszusprechen vermöge, wie es ein Unterschied sei, wenn du ihr etwas offenbartest und wenn ihr Geist träume. Dennoch betrieb man es, und die Wahl fiel auf ein Mädchen, aber wegen ihrer zu großen Jugend mußte noch zwei Jahre gewartet werden, und weil sie uns gefiel, so wurde gewartet.




zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by Èulogos SpA - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License