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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • SIEBENTES BUCH
    • Achtzehntes Kapitel
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Achtzehntes Kapitel

Ich suchte den Weg zu der beharrlichen Stärke, die da befähigt ist, dich zu genießen, doch ich fand ihn nicht, bis ich den Mittler zwischen Gott und den Menschen, den Menschen Jesus Christus umfaßte, der da ist Gott über alles, hochgelobt in Ewigkeit, der da spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; der die Speise, für die ich zu schwach war, mit dem Fleisch mischte, denn das Wort ward Fleisch, auf daß unserer Kindheit zu Milch werde deine Weisheit, durch die du alles geschaffen. Denn nicht erfaßte ich meinen Herrn Jesus, den Demütigen in Demut, noch erkannte ich, was seine Niedrigkeit uns lehren solle. Denn dein Wort, die ewige Wahrheit, erhaben über der ganzen Schöpfung, richtet auf zu sich, die sich unterwerfen; unter den Niedrigen aber hat er sich gebaut eine niedere Wohnung aus unserem staube, wodurch er alle, die er sich unterwerfen wollte, von ihrer Selbsterhebung herunterdrückte und zu sich überführte, vom stolz sie heilend, ihre Liebe nährend, damit sie nicht in Selbstvertrauen noch weiter wankten, sondern vielmehr zum Gefühl ihrer Schwäche kämen beim Anblick der Gottheit zu ihren Füßen, die sich herabließ zu unserer Schwachheit, angetan mit dem Gewande der Sterblichkeit, und ermattet sich zu ihr niederwürfen, diese aber sich erhöbe, um sie aufzuheben.




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