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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • NEUNTES BUCH
    • Fünftes Kapitel
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Fünftes Kapitel

Nach Ablauf der Herbstferien entsagte ich meinem Mailändischen Schulamte, damit sich die Mailänder nach einem andern Wortverkäufer für ihre Schulen umsähen, teils weil ich zu dein Entschlusse gekommen wäre, dir zu dienen, teils weil ich wegen Atmungsbeschwerden und Brustschmerzen meinem Amte nicht mehr genügen könnte. Zugleich teilte ich deinem Bischof Ambrosius, deinem heiligen Manne, meine früheren Irrtümer mit und zugleich meinen gegenwärtigen Wunsch, daß er mir einen guten Rat gäbe, welches deiner Bücher ich vor allem lesen sollte, um mich zum Empfange so großer Gnade geschickter und würdiger zu machen. Jener hieß mich den Propheten Jesaias lesen, vermutlich, weil derselbe vor allen ein Verkündiger des Evangeliums und der Berufung der Völker ist. Indes verstand ich ihn, als ich darin anfing zu lesen, nicht, und weil ich glaubte, daß das ganze Buch nach Art des Anfangs sei, so legte ich es einstweilen beiseite, um es erst wieder vorzunehmen, wenn ich geübter in der Redeweise des Herrn wäre.




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