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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ZEHNTES BUCH
    • Siebentes Kapitel
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Siebentes Kapitel

Was also liebe ich, wenn ich meinen Gott liebe? Wer ist jener, der über dem Haupte meiner Seele waltet? Durch meine Seele selbst steige ich zu ihm empor. Aber ich muß noch weiter, als meine Kraft reicht, vermittels welcher ich am Leibe hange und seine Verbindung lebend erfülle. Nicht durch solche Kraft finde ich meinen Gott: denn so finden ihn auch Rosse und Maultiere, die nicht verständig sind, welche dieselbe Kraft besitzen, vermöge welcher auch ihre Körper leben. Aber es gibt noch eine Kraft, vermöge welcher ich nicht nur belebe, sondern auch mein Fleisch, das Gott geschaffen, fähig mache, daß es empfindet; er befiehlt dem Auge, nicht daß es höre, und dem Ohre, nicht daß es sehe, sondern jenem, daß ich durch dasselbe sehe, und diesem, daß ich durch dasselbe höre: und jedem anderen Sinne im einzelnen seine Eigentümlichkeit an seinem Platze und mit seinen Aufgaben; und ob ich verschiedenes durch sie verrichte, so bin ich doch immer ein und dieselbe Seele. Doch noch höher hinauf muß ich, als diese meine Kraft reicht, denn auch sie hat Roß und Maultier, dem auch sie haben Empfindung vermöge ihres Körpers .




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