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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ZEHNTES BUCH
    • Dreiundvierzigstes Kapitel
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Dreiundvierzigstes Kapitel

Der wahre Mittler aber, den du nach deinem geheimen Erbarmen den Niedrigen gezeigt und gesendet hast, damit durch sein Beispiel sie die Demut selbst lernten, der Mittler zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus, hat unter Sterblichen und Sündern sich als unsterblich und gerecht geoffenbaret; ein sterblicher wie die Menschen, ein gerechter wie Gott, damit er, weil der Gerechtigkeit Sold Leben und Friede ist, durch die ihn mit Gott verbindende Gerechtigkeit den Tod der gerechtfertigten Gottlosen vernichtete, welchen Tod er mit diesen gemein haben wollte. So ist er gezeigt worden den Heiligen des Alten Testaments, damit sie durch den Glauben an sein zukünftiges Leiden sowie wir durch den Glauben an sein geschehenes Leiden gerettet würden. Denn soweit er Mensch ist, soweit ist er Mittler; soweit er das Wort ist, steht er nicht nur in der Mitte, denn er ist Gott gleich, und Gott bei Gott und zugleich der einige Gott.

Wie hast du uns geliebt, guter Vater, der du deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern hast ihn für uns Sünder dahingegeben. Wie hast du geliebt uns, für die er es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich sein und gehorsam ward bis zum Tode am Kreuz; jener eine, der unter den Toten frei war, der da Macht hatte, sein Leben zu lassen, und Macht hatte, es wieder zu nehmen; für uns dir ein Priester und Opfer und darum Priester, weil Opfer; machend dir uns aus Sklaven zu Kindern, aus dir geboren, uns dienend! Mit Recht habe ich in ihm eine starke Hoffnung, der du heilest alle meine Gebrechen durch den, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns; sonst müßte ich verzweifeln. Viel und groß zwar sind meine Gebrechen, viel und groß, aber größer noch deine Arznei. Wir könnten glauben, dein Wort sei ferne von der Verbindung mit Menschen, und an uns verzweifeln, wenn er nicht Fleisch geworden wäre und unter uns gewohnt hätte.

Von meinen Sünden geschreckt und von der Last meines Elends bewegte ich es in meinem Herzen, dachte darüber nach und floh in die Einsamkeit; aber du hieltest mich auf und befestigtest mich mit den Worten: Darum ist Christus für alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort ihnen nicht selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist. Siehe, Herr, auf dich werfe ich meine Sorge, auf daß ich lebe und sehe die Wunden an deinem Gesetz. Du weißt meine Unerfahrenheit und meine Schwäche: lehre mich und heile mich. Er selbst, dein einiger Sohn, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis, kaufte mich los durch sein Blut. Nicht sollen mich schmähen die Stolzen, denn ich gedenke des Kaufpreises und esse und trinke und gebe aus; und ich Armer suche Sättigung von ihm, unter denen, die essen und satt werden und preisen Gott, die nach ihm fragen.




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