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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ELFTES BUCH
    • Drittes Kapitel
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Drittes Kapitel

Hören will ich und verstehen, wie du im Anfang Himmel und Erde geschaffen hast. Dies schrieb Moses, er schrieb es und ging hinweg und ging von dir zu dir, dann jetzt ist er nicht mehr vor mir. Wäre er noch hier, dann würde ich ihn halten und ihn bitten und bei dir beschwören, daß er mir dieses enthüllte; und ich würde das Ohr meines Leibes den Worten leihen, die aus seinem Munde hervorströmten. Redete er in hebräischer Sprache, so würde es vergebens zu meinem Sinn dringen, und nichts davon würde meinen Geist berühren; spräche er aber lateinisch, dann würde ich seine Worte verstehen. Woher aber sollte ich wissen, ob er auch die Wahrheit spräche? Wüßte ich auch dieses, würde ich es von ihm wissen? In meinem Innern, innen in der Wohnstätte der Gedanken würde keine hebräische, keine griechische, keine lateinische, keine fremde Sprache mir ohne die Werkzeuge der Zunge und des Mundes, ohne den Klang der Silben mir sagen - "Er redet die Wahrheit". und ich würde dann gewiß sogleich vertrauensvoll zu jenem Manne sagen: "Du sprichst die Wahrheit" Da ich ihn nun nicht fragen kann, so bitte ich dich, dich, von dem er erfüllt die Wahrheit sagte, dich mein Gott, dich bitte ich, schone meiner Sünden, und du, der du jenem deinem Knechte verliehen hast, so zu reden, gib auch mir solche Erkenntnis.




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