Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

IntraText CT - Text

  • ELFTES BUCH
    • Achtes Kapitel
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

Achtes Kapitel

Warum nur dies? frage ich dich, mein Gott und Herr: Ich erkenne wohl dies einigermaßen und doch weiß ich nicht, wie ich es anders sagen soll, als etwa so, daß aller Dasein anfängt und aufhört, dann zu sein anfängt und dann aufhört, wenn die ewige Vernunft, in der weder Anfang noch Ende ist, erkennt, daß es anfangen und enden soll. Dies aber ist dein Wort, welches auch der Anfang ist, weil es auch zu uns redet. So spricht es Fleisch geworden im Evangelium und es drang von außen zu den Ohren der Menschen, damit es Glauben finde und innerlich im verborgenen gesucht und in der ewigen Wahrheit gefunden würde, wo es als gütiger und alleiniger Lehrer alle Jünger unterweist. Wer uns aber nicht unterweist, wenn er redet, der redet nicht zu uns. Wer lehrt uns nun aber, wenn nicht die unvergängliche Weisheit? Denn wenn wir auch durch die dem Wandel unterworfene Kreatur ermahnt werden, so werden wir doch zur unwandelbaren Wahrheit geleitet, wo wir wahrhaftig lernen, wenn wir darin bestehen und ihn hören und uns hoch erfreuen an der Stimme des Bräutigams, indem wir uns dem zurückgeben, von dem wir das Dasein haben. Deshalb ist sie der Anfang, weil, wenn sie nicht unwandelbar wäre, wir im Falle des Irrtums zu ihr zurückkehren könnten. Wenn wir aber vom Irrtum zurückkehren, so geschieht es durch die Erkenntnis der Wahrheit, damit wir diese aber erkennen, lehrt sie uns, denn sie ist der Anfang und redet mit uns.




zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by Èulogos SpA - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License