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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ZWÖLFTES BUCH
    • Achtzehntes Kapitel
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Achtzehntes Kapitel

Wenn ich dieses alles höre und erwäge, will ich nicht mit Worten streiten; denn es ist zu nichts nütze, denn zu verkehren, die da zuhören. Ist dein Gesetz, Herr, nicht bestimmt, diejenigen zu erbauen, die einen rechten Gebrauch davon machen? Denn die Hauptsumme des Gebotes ist Liebe von reinem Herzen und von gutem Gewissen und von ungefärbtem Glauben. Und unser Meister wußte wohl, in welchen zwei Geboten das ganze Gesetz und die Propheten begriffen sind. Wenn ich dies inbrünstig bekenne, mein Gott, du Licht der inneren Augen meines Herzens, was schadet es mir, wenn diese Worte verschieden verstanden werden können, die dessenungeachtet wahr sind, was schadet es mir, sage ich, wenn ich eine andere Meinung als ein anderer darüber hege, was der Verfasser damit gemeint habe? Wir alle, die wir diese Worte lesen, suchen zwar den Sinn zu erforschen und zu erfassen, dessen Schrift wir lesen; und da wir Am für wahrheitsliebend halten, wagen wir nicht die Vermutung, er habe etwas gesagt, wovon wir wissen oder meinen, es sei falsch. Wenn also jeder sich bestrebt, das in der heiligen Schrift zu erkennen, was der Verfasser dachte, und was kann es denn Böses sein, wenn er das darin findet, was du, Licht aller derer, welche die Wahrheit aufrichtig suchen, ihm als wahr zeigst, wenn auch der, dessen Worte er liest, dies nicht dachte, so dachte er doch Wahres, wenn auch nicht gerade dieses.




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