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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ZWÖLFTES BUCH
    • Einundzwanzigstes Kapitel
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Einundzwanzigstes Kapitel

Was nun ferner den Sinn der folgenden Worte betrifft, so hebt auch hier aus allem Wahren der eine etwas hervor, wenn er sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe, das heißt, "jenes Materielle, was Gott schuf, war der nur noch ungestaltete Stoff der körperlichen Dinge, ohne Ordnung, ohne Licht. Ein anderer sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe, das heißt, "das Ganze, was Himmel und Erde genannt wurde, war noch eine ungestaltete und finstere Masse, aus der der körperliche Himmel und die körperliche Erde gebildet werden sollte mit allem, was wir auf ihnen mit den Sinnen wahrnehmen". Ein dritter sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe, das heißt, "das Ganze, was Himmel und Erde genannt wurde, war die noch ungestaltete und finstere Masse, woraus der übersinnliche Himmel hervorgehen sollte, der sonst der Himmel des Himmels genannt wird; und die Erde, die ganze körperliche Natur, mit welchen Worten auch der körperliche Himmel verstanden wird, das heißt, woraus alle unsichtbare und sichtbare Schöpfung hervorgehen sollte". Ein vierter dagegen sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe; "nicht jene Gestaltlosigkeit bezeichnete die Schrift mit den Worten Himmel und Erde, sondern diese Gestaltlosigkeit selbst war es, die sie eine wüste und leere Erde und eine finstere Tiefe nennt und von der sie vorher gesagt hatte, daß aus ihr Gott Himmel und Erde gemacht habe, nämlich die geistige und sinnliche Schöpfung." Endlich sagt ein anderer: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe, das heißt, "die Gestaltlosigkeit war gewissermaßen schon der Stoff, woraus, wie die Schrift schon vorher sagte, Gott Himmel und Erde schuf, nämlich das ganze sinnliche Gebäude der Welt in ihren zwei großen Teilen, dem oberen und dem unteren, mit allen gewöhnlichen sichtbaren Geschöpfen, die auf ihnen sind".




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