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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • ZWÖLFTES BUCH
    • Einunddreißigstes Kapitel
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Einunddreißigstes Kapitel

Wenn daher jemand sagte: "Moses hat gemeint, was ich meinte", und ein anderer, "nein, das, was ich meine", so glaube ich, würde ich der Furcht Gottes gemäßer sagen: "Warum nicht vielmehr beides, wenn beides wahr ist?* Und wenn noch ein dritter und noch ein vierter in diesen Worten überhaupt etwas anderes als alles dieses erkannt habe, durch den Gott die heiligen Schriften dem Fassungsvermögen so vieler anpaßte, die darin einen so verschiedenen und doch wahren Sinn finden sollten? Ich wenigstens erkläre unerschrocken aus der Tiefe meines Herzens, schriebe ich etwas von so großer Bedeutung, so wünschte ich lieber so zu schreiben, daß meine Worte nachklängen, was jeder Wahres aus diesen Worten zu nehmen imstande wäre, als daß ich die wahre Meinung so bestimmt beschränken sollte, daß ich alle anderen ausschlösse, wenn mich ihre Unrichtigkeit nicht verletzte. Ich will daher nicht vermessen sein, mein Gott, daß ich glauben könnte, jener große Mann habe dieses Vorrecht von dir nicht empfangen. Als er dieses schrieb, hat er gewiß bei jenen Worten empfunden und gedacht, was wir bis jetzt darin finden konnten, und selbst was wir darin nicht finden konnten, was aber in ihnen verborgen liegt.




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