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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • DREIZEHNTES BUCH
    • Neunzehntes Kapitel
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Neunzehntes Kapitel

Aber zuvor waschet euch, reinigt euch; tut euer böses Wesen von meinen Augen und lasset ab von Übeltat, damit die trockene Erde erscheine. Lernet Gutes tun, schaffet den Waisen Recht und führt der Witwen Sache, damit die Erde nährendes Gras und fruchtbare Bäume hervorbringe; so kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der Herr, damit sie leuchtende Gestirne an der Veste des Himmels werden und ihr Licht über die Erde ergießen. jener Reiche fragte den guten Meister - was er tun solle, um das ewige Leben zu haben, und es spricht zu ihm der gute Meister - den er für einen Menschen hielt und für weiter nichts; gut ist er nur, weil er Gott ist - zu ihm spricht er, willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote; er solle von sich die Bitterkeit der Bosheit und der Ungerechtigkeit entfernen; er solle nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht falsches Zeugnis geben, damit die trockene Erde erscheine und Verehrung des Vaters und der Mutter und Liebe gegen den Nächsten hervorbringe. Da sprach er, das habe ich alles gehalten. Woher so viele Disteln und Domen, wenn die Erde fruchtbar ist? Gehe und reiße das dichte Dorngebüsch des Geizes aus; verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach, wenn du vollkommen sein und dich zu denen gesellen willst, unter denen der Weisheit redet, der den Tag von der Nacht zu unterscheiden weiß, damit auch du es weißt, damit auch dir an der Veste des Himmels Sterne aufgehen, was nicht geschehen wird, wenn nicht dein Herz dort ist; und ebensowenig, wenn nicht dein Schatz dort ist: wie du es von dem guten Meister gehört hast. Aber die unfruchtbare Erde ward betrübt und die Domen erstickten das Wort.

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, ihr, die Schwachen in der Welt, die ihr alles verlassen habt, um dem Herrn nachzufolgen; gehet ihm nach und beschämet die Mächtigen der Welt; folget ihm nach, ihr lieblichen Füße, und leuchtet an der Veste des Himmels, damit die Himmel Seine Ehre erzählen, und unterscheiden das Licht der Vollkommenen, die jedoch noch nicht den Engeln gleich sind, von der Finsternis der Kleinen, doch deshalb nicht Verachteten; leuchtet über die ganze Erde hin; und der Tag, leuchtend vom Glanze der Sonne, rufe dem Tage das Wort der Weisheit zu, und die Nacht, erhellt von dem Lichte des Mondes, verkündige der Nacht das Wort des Erkennens. Mond und Sterne leuchten der Nacht; aber die Nacht verdunkelt sie nicht; sie erhellen sie nicht; sie erhellen dieselbe nach ihrem Maße. Siehe, gleichsam als spräche Gott: Es werden Lichter an der Veste des Himmels, geschah schnell ein Brausen vom Himmel als eines gewaltigen Windes, und man sah an ihnen die Zungen zerteilet, als wären sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden Lichter an der Veste des Himmels, die das Wort des Lebens haben. Geht über die ganze Erde hin, heilige Flammen, herrliche Flammen! Denn ihr seid das Licht der Welt, bleibet nicht hinter dem Scheffel! Der ist erhöhet, dem ihr anhinget, und Er hat euch erhöhet. Gebet hin und werdet kund allen Völkern!




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