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Aurelius Augustinus
Bekenntnisse

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  • DREIZEHNTES BUCH
    • Zweiundzwanzigstes Kapitel
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Zweiundzwanzigstes Kapitel

Siehe, unser Herr und Gott, unser Schöpfer, wenn unsere Neigungen von der Liebe zur Welt abgewandt sind, worin wir durch ein gutes Leben lebendig zu werden beginnen und dein Wort erfüllt sein wird, stellet euch nicht dieser Welt gleich, dann wird auch erfüllt, was du durch deinen Apostel gesagt hast, sondern verwandelt euch durch die Verneuerung eures Sinnes, nicht mehr je nach seiner Art, indem wir dem Beispiele des Nächsten folgen und unser Leben nach dem Vorbilde eines besseren Menschen gestalten. Denn du hast nicht gesagt, "es werde der Mensch nach seiner Art", sondern laßt uns Menschen machen, in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis, auf daß wir prüfen mögen, was dein Wille sei. Deshalb spricht jeder Spender deines Wortes, damit die Kinder, die er durch das Evangelium zeugt, nicht immer Kinder bleiben, die er mit Milch nährt und wie eine Amme pflegen muß, verwandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille. Daher sagst du auch nicht, es werde der Mensch, sondern, laßt uns Menschen machen. Du sagest nicht, nach seiner Art, sondern, in unserem Bilde nach unserem Gleichnis. Nämlich, der im Geiste erneuert, die Wahrheit weiß und keines Menschen mehr bedarf zur Unterweisung, um seiner Art nachzuahmen; sondern durch deine Erleuchtung möge er selbst prüfen, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille; und du lehrst ihn, der dessen fähig ist, die Dreieinigkeit in der Einheit und die Einheit in der Dreieinigkeit erkennen. Deshalb fügst du deinen Worten in der Mehrzahl, laßt uns den Menschen machen, in der Einzahl hinzu, und Gott schuf den Menschen; und den Worten in der Mehrzahl, nach unserem Bilde, in der Einzahl hinzu, nach dem Bilde Gottes. So wird der Mensch erneuert zur Erkenntnis nach dem Ebenbilde dessen, der ihn geschaffen hat, und geistlich geworden richtet er alles, was überhaupt gerichtet werden kann; er selbst aber wird von niemand gerichtet.




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