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Wort des Buddha

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  • VIERTE WAHRHEIT
    • 1. Rechte Erkenntnis (sammá-ditthi)
      • 66
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66

D.15

ICH-ANSICHTEN

Sollte da einer behaupten, das Gefühl sei sein Ich, so hätte man also zu ihm zu sprechen: ,Drei Arten der Gefühle gibt es, angenehmes, unangenehmes und indifferentes. Welches von diesen Gefühlen betrachtest du nun als dein Ich? In dem Augenblick, wo du eines dieser Gefühle empfindest, empfindest du nicht die beiden anderen. Diese drei Gefühle sind vergänglich, erzeugt, bedingt entstanden, dem Vergehen und Schwinden, der Aufhebung und Erlöschung unterworfen.' Wer nun beim Empfinden eines dieser Gefühle sagen wollte: ,Das ist mein Ich', der sollte dann auch nach Erlöschung eben dieses Gefühls sagen: ,Mein Ich ist nun geschwunden'. Und damit gibt er zu, daß sein Ich bereits im gegenwärtigen Leben unbeständig ist, mit Angenehmem und Unangenehmem vermengt und dem Entstehen und Vergehen unterworfen.

Sollte da aber einer behaupten, das Gefühl sei nicht sein Ich und auch das Ich sei dem Gefühle nicht zugänglich, so hätte man ihn zu fragen: ,Kann man wohl, wenn überhaupt kein Gefühl da ist, sagen "Das bin ich"?'

Oder sollte einer behaupten: ,Das Gefühl ist zwar nicht mein Ich, aber es ist falsch zu sagen, daß mein Ich dem Gefühl unzugänglich sei, denn es ist das Ich, welches das Gefühl empfindet und die Fähigkeit des Fühlens besitzt',—einem solchen wäre zu erwidern: ,Angenommen nun, die Gefühle sollten ganz und gar und in jeder Weise schwinden, könnte man dann wohl nach dem völligen Schwinden und Erlöschen des Gefühls noch sagen: ,Das bin ich'?'

M.148

Daß einer mit Recht behaupten könnte, das Geistbewußtsein sei das Ich, das ist nicht möglich, denn auch beim Geistbewußtsein zeigt sich ein Entstehen und Vergehen. Wobei sich aber ein Entstehen und Vergehen zeigt, da muß man zum Schluß kommen: ,Mein Ich, entsteht und verschwindet wieder'. Daher trifft es nicht zu, daß das Geistbewußtsein das Ich sei. Somit ist das Geistbewußtsein nicht-ich.




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