Fettdruck = Main text
Akt, Auftritt Grau = Kommentar
1 | 1
2 | 10
3 2, 4| Vierter Auftritt~ ~N.11 Arie~ ~SOLIMAN~Ich bin so
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5 | 13
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9 | 3
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11 | 5
12 | 6
13 | 7
14 | 8
15 | 9
16 | Aber
17 2, 8| Achter Auftritt~ ~N.15 Quartett~ ~
18 2, 3| flucht,~und was er hat, erst ängstilich sucht,~mag selbst sein Glück
19 | Aller
20 | am
21 1, 1| frei.~ ~VORSÄNGER, DREI ANDERE SKLAVEN~Lasst uns singen
22 | anders
23 2, 7| und weil euch Glück und Anseh'n ziert,~verkennt ihr eure
24 2, 6| Ach mein Gomatz! mit uns Armen~hat das Schiksal kein Erbarmen.~
25 | auch
26 1, 3| alles gut.~Diese holden Augenlider,~dieses Mundes Purpurrot~
27 1, 3| Ruh' und Friede~tränkt wie Balsam meine Brust.~ ~GOMATZ~O
28 1, 6| ALLAZIM~Gottes Schirm wird uns bedecken,~trau' nur fest auf seine
29 1, 4| verlassen,~denn ich brenne vor Begier.~Lass dich küssen, lass
30 2, 8| dich,~geh', dein Fleh'n beleidigt mich.~
31 2, 8| SOLIMAN~Fort, umsonst bemühst dir dich,~geh', dein Fleh'
32 2, 8| erhöre mich,~Mitleid, Herr, besänft'ge dich.~ ~SOLIMAN~Fort,
33 2, 2| doch will man sklavisch ihn beschämen,~steigt seine Wut bis zum
34 1, 1| sein,~trotzet tapfer den Beschwerden,~denkt, es ist der Fluch
35 1, 5| Verschaffe dir selber ein bess'res Geschik!~Man muss nicht
36 2, 4| meine Wut,~das Laster zu bestrafen,~und diese fordern Blut.~ ~
37 2, 6| freu' dich der erschlichnen Beut'.~Straf' ein törichtes Vertrauen~
38 2, 5| Käfig eingeschränkt,~und beweint mit reger Kehle,~dass man
39 1, 1| Not ist einerlei,~keiner bleibt von Plagen frei.~ ~VORSÄNGER,
40 2, 4| bestrafen,~und diese fordern Blut.~ ~
41 1, 6| Aber seht dort in der Ferne~blutige Kometensterne!~Hört ihr
42 2, 4| Arie~ ~SOLIMAN~Ich bin so bös' als gut.~Ich lohne die
43 1, 4| schnell verlassen,~denn ich brenne vor Begier.~Lass dich küssen,
44 1, 3| dieses Mundes Purpurrot~bringt mir alles zehnfach wieder,~
45 2, 2| seine Wut bis zum Tyrann.~Er brüllet mit furchtbarer Stimme~und
46 1, 3| tränkt wie Balsam meine Brust.~ ~GOMATZ~O Zaide!~Welch
47 1, 6| in sanften Wogen,~wie der bunte Regenbogen~euch als Friedensbote
48 2, 6| saug' der Unschuld warmes But.~Tiger! reiss' das Herz
49 1, 3| bis dein Glück erwacht;~da, mein Bild will ich dir
50 1, 4| GOMATZ~Herr und Freund!~Wie dank' ich dir,~lass mich deine
51 2, 5| beweint mit reger Kehle,~dass man ihre Freiheit kränkt.~
52 | deiner
53 | dem
54 1, 1| tapfer den Beschwerden,~denkt, es ist der Fluch auf Erden:~
55 | des
56 1, 5| mutig, mein Herze, versuche dien Glück.~Verschaffe dir selber
57 | dieser
58 1, 6| Kometensterne!~Hört ihr wie der Donner kracht?~ ~GOMATZ~Nur der
59 1, 3| stehen~und sich nimmer weiter drehen.~ ~GOMATZ~O Zaide, welche
60 | DREI
61 1, 4| Lass dich küssen, lass dich drücken!~Ach! im Taumel von Entzücken~
62 1, 3| auch dein Unsinn tot.~ ~N.5 Duett~ ~ZAIDE~Meine Seele hüpft
63 | durch
64 2, 7| Mitleid, Huld und Gnad',~der, eh' man ihn zum Rang erhoben,~
65 1, 1| machen.~Welt und Not ist einerlei,~keiner bleibt von Plagen
66 2, 5| Philomele,~in dem Käfig eingeschränkt,~und beweint mit reger Kehle,~
67 2, 6| Tiger! reiss' das Herz vom Eingeweide~und ersätt'ge deine Wut.~
68 1, 3| alles Leiden~ist bei mir auf einmal hin.~ ~ZAIDE~Trost und Wonne,
69 1, 6| glänzende Sonne~steigt lieblich empor.~ ~GOMATZ~O Himmel, o Glücke!~
70 1, 3| lasset seinem Wunsch am Ende~die wollustreichen Gegenstände~
71 2, 6| kein Erbarmen.~Nur der Tod~endigt unsre herbe Not.~ ~
72 2, 2| Trümmern zur Erd',~und was ihm entgegen,~wird von seinen Schlägen~
73 1, 4| drücken!~Ach! im Taumel von Entzücken~weiss ich selbst nicht,
74 2, 6| Armen~hat das Schiksal kein Erbarmen.~Nur der Tod~endigt unsre
75 2, 2| die Kettenin Trümmern zur Erd',~und was ihm entgegen,~
76 1, 1| denkt, es ist der Fluch auf Erden:~Jeder Mensch hat seine
77 2, 7| der, eh' man ihn zum Rang erhoben,~des wandelbaren Schicksals
78 2, 8| ALLAZIM~Mitleid, Herr, erhöre mich,~Mitleid, Herr, besänft'
79 2, 6| Herz vom Eingeweide~und ersätt'ge deine Wut.~Ach mein Gomatz!
80 2, 6| die Klauen,~freu' dich der erschlichnen Beut'.~Straf' ein törichtes
81 2, 3| flucht,~und was er hat, erst ängstilich sucht,~mag selbst
82 1, 3| schlafe, bis dein Glück erwacht;~da, mein Bild will ich
83 1, 1| singen lasst uns lachen, etc.~ ~
84 1, 6| ZAIDE~Aber seht dort in der Ferne~blutige Kometensterne!~Hört
85 2, 2| er nimmt vom Schmeichler Fessel an,~doch will man sklavisch
86 1, 6| uns bedecken,~trau' nur fest auf seine Macht.~ ~ZAIDE,
87 2, 5| sie wohl strafen,~wenn sie findet, was sie sucht.~ ~
88 2, 8| bemühst dir dich,~geh', dein Fleh'n beleidigt mich.~
89 1, 6| Trauergeschicke~verliert seinen Flor.~ ~ALLAZIM~Sehet dort in
90 1, 1| Beschwerden,~denkt, es ist der Fluch auf Erden:~Jeder Mensch
91 2, 4| zu bestrafen,~und diese fordern Blut.~ ~
92 1, 1| keiner bleibt von Plagen frei.~ ~VORSÄNGER, DREI ANDERE
93 2, 5| reger Kehle,~dass man ihre Freiheit kränkt.~Tag und Nacht mag
94 2, 6| Tiger! wetze nur die Klauen,~freu' dich der erschlichnen Beut'.~
95 1, 3| GOMATZ~O Zaide, welche Freud!~ ~ZAIDE~Gomatz, welche
96 1, 3| ZAIDE~Meine Seele hüpft vor Freuden,~kaum mehr weiss ich, wo
97 1, 4| 6 Arie~ ~GOMATZ~Herr und Freund!~Wie dank' ich dir,~lass
98 2, 8| N.15 Quartett~ ~GOMATZ~Freundin! stille deine Tränen,~lass
99 1, 3| ich dir geben,~schau, wie freundlich es dir lacht:~Ihr süssen
100 1, 6| bunte Regenbogen~euch als Friedensbote lacht.~ ~ZAIDE~Aber seht
101 2, 8| GOMATZ~Ach das Leben hat für mich~kein Reize mehr in
102 1, 3| deiner Wut;~deine Schläge fürcht' ich nimmer, nein,~dieses
103 2, 2| zum Tyrann.~Er brüllet mit furchtbarer Stimme~und schleudert im
104 1, 3| mein Bild will ich dir geben,~schau, wie freundlich es
105 1, 3| Gegenstände~zu reifer Wirklichkeit gedeihn.~ ~N.4 Arie~ ~GOMATZ~Rase,
106 1, 3| Ende~die wollustreichen Gegenstände~zu reifer Wirklichkeit gedeihn.~ ~
107 | geh
108 2, 7| Proben~im niedern Staub gesammelt hat.~ ~
109 1, 5| dir selber ein bess'res Geschik!~Man muss nicht verzagen,~
110 2, 4| Verdienste~mit reichlichem Gewinnste;~doch reizt man meine Wut,~
111 1, 6| ZAIDE~O selige Wonne!~Die glänzende Sonne~steigt lieblich empor.~ ~
112 1, 6| empor.~ ~GOMATZ~O Himmel, o Glücke!~Das Trauergeschicke~verliert
113 1, 3| BEIDE~Möchte mur das Glücksrad stehen~und sich nimmer weiter
114 2, 3| lärmt~und sich bei naher Glut nicht wärmt,~mag selbst
115 2, 7| kennt Mitleid, Huld und Gnad',~der, eh' man ihn zum Rang
116 1, 6| Schrecken.~ ~GOMATZ, ALLAZIM~Gottes Schirm wird uns bedecken,~
117 2, 2| und schleudert im wütenden Grimme~die Kettenin Trümmern zur
118 2, 6| Nur der Tod~endigt unsre herbe Not.~ ~
119 2, 6| warmes But.~Tiger! reiss' das Herz vom Eingeweide~und ersätt'
120 | hin
121 2, 8| ALLAZIM~Soliman, ach hör' mein Flehen,~lass sie nicht
122 2, 8| ZAIDE, GOMATZ~Himmel, höre doch mein Flehen,~lass allein (
123 1, 6| Ferne~blutige Kometensterne!~Hört ihr wie der Donner kracht?~ ~
124 1, 3| Bild macht alles gut.~Diese holden Augenlider,~dieses Mundes
125 1, 3| ZAIDE~Ruhe sanft, mein holdes Leben,~schlafe, bis dein
126 2, 5| mag sie nicht schlafen,~hüpfend sucht sie Raum zur Flucht.~
127 1, 3| Duett~ ~ZAIDE~Meine Seele hüpft vor Freuden,~kaum mehr weiss
128 2, 7| Nur der kennt Mitleid, Huld und Gnad',~der, eh' man
129 2, 3| N.10 Arie~ ~OSMIN~Wer hungrig bei der Tafel sitzt~und
130 2, 2| Trümmern zur Erd',~und was ihm entgegen,~wird von seinen
131 | ihre
132 | immer
133 2, 3| Ha... ha!~ ~Wer winselt, jammert, schreit und flucht,~und
134 | Jeder
135 2, 5| schluchzet Philomele,~in dem Käfig eingeschränkt,~und beweint
136 2, 3| Wer schnatternd über Kälte lärmt~und sich bei naher
137 | kann
138 1, 3| Seele hüpft vor Freuden,~kaum mehr weiss ich, wo ich bin.~ ~
139 2, 5| eingeschränkt,~und beweint mit reger Kehle,~dass man ihre Freiheit
140 | keiner
141 2, 7| ihr eure Brüder.~Nur der kennt Mitleid, Huld und Gnad',~
142 2, 2| schleudert im wütenden Grimme~die Kettenin Trümmern zur Erd',~und was
143 2, 6| ZAIDE~Tiger! wetze nur die Klauen,~freu' dich der erschlichnen
144 1, 4| ich dir,~lass mich deine Knie umfassen,~doch ich muss
145 2, 5| Raum zur Flucht.~Ach, wer könnte sie wohl strafen,~wenn sie
146 1, 6| dort in der Ferne~blutige Kometensterne!~Hört ihr wie der Donner
147 2, 6| verstelle Zärtlichkeit.~Komm' nur schnell und töt' uns
148 1, 6| Hört ihr wie der Donner kracht?~ ~GOMATZ~Nur der Kummer
149 2, 5| dass man ihre Freiheit kränkt.~Tag und Nacht mag sie nicht
150 2, 8| lass den Tod die Liebe krönen.~ ~ALLAZIM~Welch ein Schmerz!
151 1, 4| brenne vor Begier.~Lass dich küssen, lass dich drücken!~Ach!
152 1, 6| kracht?~ ~GOMATZ~Nur der Kummer macht dir Schrecken.~ ~GOMATZ,
153 1, 3| GOMATZ~O Zaide!~Welch ein Labsal, welche Lust!~ ~BEIDE~Möchte
154 2, 3| Wer schnatternd über Kälte lärmt~und sich bei naher Glut
155 2, 2| SOLIMAN~Der stolze Löw' lässt sich zwar zähmen,~er nimmt
156 1, 3| Träume, wiegt ihn ein,~und lasset seinem Wunsch am Ende~die
157 2, 4| reizt man meine Wut,~das Laster zu bestrafen,~und diese
158 1, 3| GOMATZ~Aller Unstern, alles Leiden~ist bei mir auf einmal hin.~ ~
159 1, 6| Die glänzende Sonne~steigt lieblich empor.~ ~GOMATZ~O Himmel,
160 1, 1| Erster Auftritt~ ~N.1 Lied~ ~VORSÄNGER~Brüder, lasst
161 2, 2| Arie~ ~SOLIMAN~Der stolze Löw' lässt sich zwar zähmen,~
162 2, 4| bin so bös' als gut.~Ich lohne die Verdienste~mit reichlichem
163 1, 3| Welch ein Labsal, welche Lust!~ ~BEIDE~Möchte mur das
164 1, 1| VORSÄNGER~Brüder, lasst uns lustig sein,~trotzet tapfer den
165 2, 7| N.14 Arie~ ~ALLAZIM~Ihr Mächtigen seht ungerührt~auf eure
166 1, 1| der Fluch auf Erden:~Jeder Mensch hat seine Pein.~Lasst uns
167 1, 4| ich tu'.~denn die Triebe miener Liebe~rauben mir der Sinnen
168 1, 3| Labsal, welche Lust!~ ~BEIDE~Möchte mur das Glücksrad stehen~
169 1, 6| O Zaide!~ ~ZAIDE, GOMATZ~Möchten doch einst Ruh' und Friede~
170 2, 8| nicht.~ ~SOLIMAN~Alle beide müsst ihr sterben!~ ~ALLAZIM~Welch
171 1, 3| holden Augenlider,~dieses Mundes Purpurrot~bringt mir alles
172 1, 3| welche Lust!~ ~BEIDE~Möchte mur das Glücksrad stehen~und
173 1, 5| N.7 Arie~ ~ALLAZIM~Nur mutig, mein Herze, versuche dien
174 2, 5| Freiheit kränkt.~Tag und Nacht mag sie nicht schlafen,~
175 2, 3| Kälte lärmt~und sich bei naher Glut nicht wärmt,~mag selbst
176 | nein
177 | nieder
178 2, 7| wandelbaren Schicksals Proben~im niedern Staub gesammelt hat.~ ~
179 2, 2| lässt sich zwar zähmen,~er nimmt vom Schmeichler Fessel an,~
180 2, 8| bricht!~ ~SOLIMAN~Alle Tränen nützen nicht.~ ~ZAIDE~Lass mich,
181 2, 3| schmachtend Speis' und Trank nicht nützt,~mag selbst sein Glück nicht
182 1, 5| durch tapferes Wagen~schlägt oftmals der Schwache den Stärkern
183 | ohne
184 2, 3| Dritter Auftritt~ ~N.10 Arie~ ~OSMIN~Wer hungrig bei der Tafel
185 2, 5| ZAIDE~Trostlos schluchzet Philomele,~in dem Käfig eingeschränkt,~
186 1, 1| einerlei,~keiner bleibt von Plagen frei.~ ~VORSÄNGER, DREI
187 2, 7| des wandelbaren Schicksals Proben~im niedern Staub gesammelt
188 1, 3| Augenlider,~dieses Mundes Purpurrot~bringt mir alles zehnfach
189 2, 8| Achter Auftritt~ ~N.15 Quartett~ ~GOMATZ~Freundin! stille
190 2, 7| Gnad',~der, eh' man ihn zum Rang erhoben,~des wandelbaren
191 1, 3| gedeihn.~ ~N.4 Arie~ ~GOMATZ~Rase, Schiksal, wüte immer,~dieser
192 1, 4| die Triebe miener Liebe~rauben mir der Sinnen Ruh.~ ~
193 2, 5| schlafen,~hüpfend sucht sie Raum zur Flucht.~Ach, wer könnte
194 1, 6| sanften Wogen,~wie der bunte Regenbogen~euch als Friedensbote lacht.~ ~
195 2, 5| eingeschränkt,~und beweint mit reger Kehle,~dass man ihre Freiheit
196 2, 4| lohne die Verdienste~mit reichlichem Gewinnste;~doch reizt man
197 1, 3| wollustreichen Gegenstände~zu reifer Wirklichkeit gedeihn.~ ~
198 2, 6| Unschuld warmes But.~Tiger! reiss' das Herz vom Eingeweide~
199 2, 8| Leben hat für mich~kein Reize mehr in sich (ohne dich).~ ~
200 2, 4| reichlichem Gewinnste;~doch reizt man meine Wut,~das Laster
201 1, 5| Verschaffe dir selber ein bess'res Geschik!~Man muss nicht
202 1, 3| Auftritt~ ~N.3 Arie~ ~ZAIDE~Ruhe sanft, mein holdes Leben,~
203 1, 1| lasst uns lachen,~kann man's doch nicht anders machen.~
204 1, 3| N.3 Arie~ ~ZAIDE~Ruhe sanft, mein holdes Leben,~schlafe,
205 1, 6| ALLAZIM~Sehet dort in sanften Wogen,~wie der bunte Regenbogen~
206 2, 6| schnell und töt' uns beide,~saug' der Unschuld warmes But.~
207 1, 3| Bild will ich dir geben,~schau, wie freundlich es dir lacht:~
208 2, 7| erhoben,~des wandelbaren Schicksals Proben~im niedern Staub
209 1, 3| Schiksal, wüte immer,~dieser Schild trotz deiner Wut;~deine
210 1, 6| GOMATZ, ALLAZIM~Gottes Schirm wird uns bedecken,~trau'
211 1, 3| trotz deiner Wut;~deine Schläge fürcht' ich nimmer, nein,~
212 2, 2| entgegen,~wird von seinen Schlägen~zum Tode, zum Tode verheert.~ ~
213 1, 5| verzagen,~durch tapferes Wagen~schlägt oftmals der Schwache den
214 1, 3| sanft, mein holdes Leben,~schlafe, bis dein Glück erwacht;~
215 2, 5| und Nacht mag sie nicht schlafen,~hüpfend sucht sie Raum
216 2, 2| mit furchtbarer Stimme~und schleudert im wütenden Grimme~die Kettenin
217 2, 5| 12 Arie~ ~ZAIDE~Trostlos schluchzet Philomele,~in dem Käfig
218 2, 3| bei der Tafel sitzt~und schmachtend Speis' und Trank nicht nützt,~
219 2, 2| zwar zähmen,~er nimmt vom Schmeichler Fessel an,~doch will man
220 2, 3| lachen? Ha... ha!~ ~Wer schnatternd über Kälte lärmt~und sich
221 1, 6| Nur der Kummer macht dir Schrecken.~ ~GOMATZ, ALLAZIM~Gottes
222 2, 3| Wer winselt, jammert, schreit und flucht,~und was er hat,
223 2, 8| allein verderben,~ich bin schuldig, Gomatz nicht.~ ~SOLIMAN~
224 1, 5| Wagen~schlägt oftmals der Schwache den Stärkern zurück.~ ~
225 1, 3| N.5 Duett~ ~ZAIDE~Meine Seele hüpft vor Freuden,~kaum
226 1, 6| verliert seinen Flor.~ ~ALLAZIM~Sehet dort in sanften Wogen,~wie
227 | seinem
228 1, 5| dien Glück.~Verschaffe dir selber ein bess'res Geschik!~Man
229 1, 6| N.8 Terzett~ ~ZAIDE~O selige Wonne!~Die glänzende Sonne~
230 1, 3| ZAIDE~Gomatz, welche Seligkeit!~ ~
231 2, 7| Siebenter Auftritt~ ~N.14 Arie~ ~ALLAZIM~
232 1, 4| miener Liebe~rauben mir der Sinnen Ruh.~ ~
233 2, 3| Wer hungrig bei der Tafel sitzt~und schmachtend Speis' und
234 2, 2| Fessel an,~doch will man sklavisch ihn beschämen,~steigt seine
235 1, 6| selige Wonne!~Die glänzende Sonne~steigt lieblich empor.~ ~
236 2, 3| Tafel sitzt~und schmachtend Speis' und Trank nicht nützt,~
237 1, 5| oftmals der Schwache den Stärkern zurück.~ ~
238 2, 7| Schicksals Proben~im niedern Staub gesammelt hat.~ ~
239 1, 3| Möchte mur das Glücksrad stehen~und sich nimmer weiter drehen.~ ~
240 2, 8| SOLIMAN~Alle beide müsst ihr sterben!~ ~ALLAZIM~Welch ein Schmerz!
241 1, 6| ALLAZIM~Wonne, Ruh' und steter Friede~werden euch nach
242 2, 8| Quartett~ ~GOMATZ~Freundin! stille deine Tränen,~lass den Tod
243 2, 2| brüllet mit furchtbarer Stimme~und schleudert im wütenden
244 2, 2| Auftritt~ ~Arie~ ~SOLIMAN~Der stolze Löw' lässt sich zwar zähmen,~
245 2, 6| der erschlichnen Beut'.~Straf' ein törichtes Vertrauen~
246 2, 5| Ach, wer könnte sie wohl strafen,~wenn sie findet, was sie
247 1, 3| freundlich es dir lacht:~Ihr süssen Träume, wiegt ihn ein,~und
248 2, 3| OSMIN~Wer hungrig bei der Tafel sitzt~und schmachtend Speis'
249 2, 5| man ihre Freiheit kränkt.~Tag und Nacht mag sie nicht
250 1, 1| uns lustig sein,~trotzet tapfer den Beschwerden,~denkt,
251 1, 5| muss nicht verzagen,~durch tapferes Wagen~schlägt oftmals der
252 1, 4| lass dich drücken!~Ach! im Taumel von Entzücken~weiss ich
253 1, 6| Sechster Auftritt~ ~N.8 Terzett~ ~ZAIDE~O selige Wonne!~
254 2, 6| erschlichnen Beut'.~Straf' ein törichtes Vertrauen~auf verstelle
255 2, 6| Zärtlichkeit.~Komm' nur schnell und töt' uns beide,~saug' der Unschuld
256 1, 3| würgt mich auch dein Unsinn tot.~ ~N.5 Duett~ ~ZAIDE~Meine
257 1, 3| und Wonne, Ruh' und Friede~tränkt wie Balsam meine Brust.~ ~
258 1, 3| es dir lacht:~Ihr süssen Träume, wiegt ihn ein,~und lasset
259 2, 3| und schmachtend Speis' und Trank nicht nützt,~mag selbst
260 1, 6| Schirm wird uns bedecken,~trau' nur fest auf seine Macht.~ ~
261 1, 6| O Himmel, o Glücke!~Das Trauergeschicke~verliert seinen Flor.~ ~
262 1, 4| nicht, was ich tu'.~denn die Triebe miener Liebe~rauben mir
263 1, 3| auf einmal hin.~ ~ZAIDE~Trost und Wonne, Ruh' und Friede~
264 2, 5| Auftritt~ ~N.12 Arie~ ~ZAIDE~Trostlos schluchzet Philomele,~in
265 1, 3| wüte immer,~dieser Schild trotz deiner Wut;~deine Schläge
266 1, 1| lasst uns lustig sein,~trotzet tapfer den Beschwerden,~
267 2, 2| wütenden Grimme~die Kettenin Trümmern zur Erd',~und was ihm entgegen,~
268 | tu
269 2, 2| steigt seine Wut bis zum Tyrann.~Er brüllet mit furchtbarer
270 | über
271 1, 4| dir,~lass mich deine Knie umfassen,~doch ich muss dich schnell
272 2, 8| ge dich.~ ~SOLIMAN~Fort, umsonst bemühst dir dich,~geh',
273 2, 7| ALLAZIM~Ihr Mächtigen seht ungerührt~auf eure Sklaven nieder,~
274 2, 6| töt' uns beide,~saug' der Unschuld warmes But.~Tiger! reiss'
275 1, 3| wieder,~würgt mich auch dein Unsinn tot.~ ~N.5 Duett~ ~ZAIDE~
276 | unsre
277 1, 6| so vieler Qual und Pein~unsrer Treue Preise sein.~ ~ALLAZIM~
278 1, 3| ich bin.~ ~GOMATZ~Aller Unstern, alles Leiden~ist bei mir
279 2, 8| lass allein (mit ihr) mich untergehen.~ ~ALLAZIM~Soliman, ach
280 2, 8| Lass mich, Herr, allein verderben,~ich bin schuldig, Gomatz
281 2, 4| als gut.~Ich lohne die Verdienste~mit reichlichem Gewinnste;~
282 2, 8| zugrunde gehen.~ ~SOLIMAN~Fort, vergebens ist dein Flehen,~lass sie
283 2, 2| Schlägen~zum Tode, zum Tode verheert.~ ~
284 2, 7| Glück und Anseh'n ziert,~verkennt ihr eure Brüder.~Nur der
285 1, 4| doch ich muss dich schnell verlassen,~denn ich brenne vor Begier.~
286 1, 6| Glücke!~Das Trauergeschicke~verliert seinen Flor.~ ~ALLAZIM~Sehet
287 1, 5| Herze, versuche dien Glück.~Verschaffe dir selber ein bess'res
288 2, 6| törichtes Vertrauen~auf verstelle Zärtlichkeit.~Komm' nur
289 1, 5| ALLAZIM~Nur mutig, mein Herze, versuche dien Glück.~Verschaffe dir
290 2, 6| Beut'.~Straf' ein törichtes Vertrauen~auf verstelle Zärtlichkeit.~
291 1, 5| Geschik!~Man muss nicht verzagen,~durch tapferes Wagen~schlägt
292 1, 6| Ruh' und Friede~nach so vieler Qual und Pein~unsrer Treue
293 2, 3| sich bei naher Glut nicht wärmt,~mag selbst sein Glück nicht
294 1, 5| verzagen,~durch tapferes Wagen~schlägt oftmals der Schwache
295 2, 7| ihn zum Rang erhoben,~des wandelbaren Schicksals Proben~im niedern
296 2, 6| beide,~saug' der Unschuld warmes But.~Tiger! reiss' das Herz
297 | weil
298 | weiter
299 1, 1| doch nicht anders machen.~Welt und Not ist einerlei,~keiner
300 | wenn
301 | werden
302 2, 6| N.13 Arie~ ~ZAIDE~Tiger! wetze nur die Klauen,~freu' dich
303 | wieder
304 1, 3| lacht:~Ihr süssen Träume, wiegt ihn ein,~und lasset seinem
305 2, 3| lachen? Ha... ha!~ ~Wer winselt, jammert, schreit und flucht,~
306 1, 3| wollustreichen Gegenstände~zu reifer Wirklichkeit gedeihn.~ ~N.4 Arie~ ~GOMATZ~
307 | wo
308 1, 6| ALLAZIM~Sehet dort in sanften Wogen,~wie der bunte Regenbogen~
309 2, 5| Flucht.~Ach, wer könnte sie wohl strafen,~wenn sie findet,
310 1, 3| seinem Wunsch am Ende~die wollustreichen Gegenstände~zu reifer Wirklichkeit
311 1, 3| mir alles zehnfach wieder,~würgt mich auch dein Unsinn tot.~ ~
312 1, 3| GOMATZ~Rase, Schiksal, wüte immer,~dieser Schild trotz
313 2, 2| Stimme~und schleudert im wütenden Grimme~die Kettenin Trümmern
314 1, 3| ihn ein,~und lasset seinem Wunsch am Ende~die wollustreichen
315 2, 2| stolze Löw' lässt sich zwar zähmen,~er nimmt vom Schmeichler
316 2, 6| Vertrauen~auf verstelle Zärtlichkeit.~Komm' nur schnell und töt'
317 1, 3| Purpurrot~bringt mir alles zehnfach wieder,~würgt mich auch
318 2, 7| weil euch Glück und Anseh'n ziert,~verkennt ihr eure Brüder.~
319 1, 5| der Schwache den Stärkern zurück.~ ~
320 | zwar
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