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I. Die wesentlichen Güter der Ehe
1. Die drei Güter der Ehe nach Augustinus
Wenn Wir nun, Ehrwürdige Brüder, Uns anschicken, die
Segensgüter, die Gott in die wahre Ehe hineingelegt hat, darzulegen, so kommen
Uns die Worte des gefeierten Kirchenlehrers in den Sinn, dessen
fünfzehnhundertjährigen Todestag Wir noch vor kurzem durch Unser Rundschreiben
„Ad salutem“10festlich begangen haben: „Das alles“, so sagt Augustinus, „sind Güter, um
derentwillen die Ehe selbst gut ist: Nachkommenschaft, Treue, Sakrament“.11Inwiefern diese drei Worte eine klare und erschöpfende Zusammenfassung der
gesamten Lehre über die christliche Ehe bieten, setzt der heilige Kirchenlehrer
auseinander, wenn er schreibt: „Die Treue will besagen, daß nicht außerhalb des
Ehebundes mit einem anderen oder einer anderen Verkehr gepflegt werde. Die
Nachkommenschaft, daß das Kind mit Liebe entgegengenommen, mit herzlicher Güte
gepflegt und gottesfürchtig erzogen werde. Das Sakrament endlich, daß die Ehe
nicht geschieden werde und der Geschiedene oder die Geschiedene nicht einmal,
um Nachkommenschaft zu erhalten, mit einem anderen eine Verbindung eingehe. Das
hat als Grundsatz der Ehe zu gelten, durch das die naturgewollte Fruchtbarkeit
geadelt und zugleich das verkehrte Begehren in den rechten Schranken gehalten
werde.“12
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