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1. Umdenken im Sinne des Denkens Gottes
Hier ist nun vor allem jener unumstößliche Satz ins
Gedächtnis zu rufen, zu dem sich jede gesunde Philosophie und noch viel mehr
die Theologie feierlich bekennen: Was von der rechten Ordnung abgewichen ist,
kann auf keinem anderen Weg in seinen ursprünglichen und seiner Natur gemäßen
Stand zurückgeführt werden als durch Rückkehr zu den Gedanken Gottes, die (so
lehrt der Doctor Angelicus75das Maß alles Rechten und Richtigen sind. Daher hat Unser Vorgänger seligen
Angedenkens, Leo XIII., mit Recht gegen die Naturalisten eindringlich betont:
„Es ist ein von Gott gegebenes Gesetz, daß wir den Nutzen und die heilsamen
Wirkungen der von Gott und der Natur stammenden Einrichtungen um so stärker
erfahren, je mehr sie in ihrem ursprünglichen Zustand unversehrt und
unverändert verbleiben. Denn Gott, der Schöpfer aller Dinge, hat sehr wohl
gewußt, was der Natur und der Erhaltung der einzelnen Dinge dienlich ist, und
er hat sie alle nach seiner Idee und seinem Willen so gestaltet, daß jedes von
ihnen in seiner Weise sein Ziel erreicht. Wenn aber menschliche Unüberlegtheit
oder Bosheit es unternimmt, die so fürsorglich getroffene Ordnung der Dinge zu
ändern oder zu verwirren, dann beginnt auch das, was weise und zweckvoll
eingerichtet ist, zu schaden, oder es hört wenigstens auf, Nutzen zu bringen,
entweder weil es die Nutzkraft durch die Änderung verloren hat oder weil Gott
selbst auf solche Weise den Stolz und die Vermessenheit der Menschen strafen
will.“76 Um also die rechte Ordnung im Bereich der Ehe
wiederherzustellen, müssen alle den Gedanken Gottes über die Ehe nachgehen und
sich ihnen anzugleichen suchen.
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