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Pius XI
Casti connubii

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  • III. Die Heilmittel gegen die Ehezerrüttung
    • 5. Die Mitwirkung der Ehegatten mit der Gnade des Ehesakraments
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5. Die Mitwirkung der Ehegatten mit der Gnade des Ehesakraments

 

Soll dieses Sakrament jedoch seine ganze Gnadenkraft zur Geltung bringen, dann muß, wie Wir schon erinnert haben, die Mitarbeit der Ehegatten hinzutreten, die darin besteht, daß sich die Ehegatten nach Kräften bemühen, ihre Pflichten zu erfüllen. Es verhält sich da wie im natürlichen Leben: Wenn immer die von Gott gegebenen Fähigkeiten ihre ganze Wirksamkeit entfalten sollen, müssen sie von des Menschen arbeitsamem und erfinderischem Fleiß angewandt und ausgenutzt werden. Wenn das unterbleibt, stiften sie kaum irgendwelchen Nutzen. Ebenso müssen auch die Gnadenkräfte, die durch den Empfang des Sakramentes in der Seele aufgespeichert sind, von den Menschen durch eigenes Arbeiten und Mühen betätigt werden. Die Gatten mögen daher die Gnade des Sakraments, die in ihnen lebt, nicht unbeachtet liegen lassen!87Wenn sie trotz aller Schwierigkeiten die ihnen obliegenden Pflichten treu erfüllen, werden sie die Wirkungen jener Gnade von Tag zu Tag mehr an sich erfahren. Wenn dann die Lebensnot und die Last des Standes einmal schwer drücken, so sollen sie nicht mutlos werden, sondern jenes Wort, das der hl. Paulus seinem geliebten Schüler Timotheus über das Sakrament der Priesterweihe schrieb, als Timotheus durch Mühen, Sorgen und schmachvolle Behandlung fast zu Boden gedrückt wurde, auf sich beziehen: „Ich ermahne dich, die Gnade Gottes, die in dir ist durch Auflegung meiner Hände, wieder zu erwecken. Denn Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Nüchternheit.“88




87 Vgl. 1 Tim 4,14.



88 2 Tim 1,6-7.






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