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Emmanuel Schikaneder
Die Zauberflöte

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  • Erster Aufzug.
    • Siebenzehnter Auftritt.
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         Siebenzehnter Auftritt.

 

                Vorige, Monostatos.

 

                   Monostatos.

Ha, hab ich euch noch erwischt

Nur herbey mit Stahl und Eisen;

Wart, man wird euch Mores weisen.

Den Monostatos berücken!

Nur herbey mit Band und Stricken;                          5

He, ihr Sclaven kommt herbey!

   (Die Sclaven kommen mit Fesseln.)

 

                 Pamina, Papageno.

Ach nun ists mit uns vorbey.

 

                    Papageno.

Wer viel wagt, gewinnt oft viel,

Komm du schönes Glockenspiel!

Laß die Glöckchen klingen, klingen,                       10

Daß die Ohren ihnen singen.

 

   (Er schlägt auf sein Instrument, sogleich singt

       Monostatos und die Sclaven, und gehen unter

       dem Gesang marschmäßig ab.)

 

              Monostatos und Sclaven.

Das klinget so herrlich, das klinget so schön!

Tralla lala la Trallalala!

Nie hab ich so etwas gehört und geseh'n!

Trallalalala Tralla lalala. (ab.)                  15

 

                 Papageno, Pamina.

Ha ha ha! ha ha ha!

Könnte jeder brave Mann

Solche Glöckchen finden,

Seine Feinde würden dann

Ohne Mühe schwinden.                                      20

Und er lebte ohne sie

In der besten Harmonie

Nur der Freundschaft Harmonie

Mildert die Beschwerden;

Ohne diese Sympathie                                      25

Ist kein Glück auf Erden.

 

    (Ein starker Marsch mit Trompeten und Pauken fällt

        ein.)

 

                   (Von innen.)

Es lebe Sarastro! Sarastro lebe!

 

                    Papageno.

Was soll dieß bedeuten? Ich zittre, ich bebe.

 

                     Pamina.

O Freund, nun ists um uns gethan!

Dieß kündigt den Sarastro an.                             30

 

                    Papageno.

O wär ich eine Maus!

Wie wollt ich mich verstecken,

Wär ich so klein wie Schnecken,

So kröch ich in mein Haus. --

Mein Kind, was werden wir nun sprechen?                   35

 

                     Pamina.

Die Wahrheit! Sey sie auch Verbrechen.

 

                      Beyde.

Die Wahrheit ist nicht immer gut,

Weil sie den Großen wehe thut;

Doch wär sie allezeit verhaßt,

So wär mein Leben mir zur Last.                           40

 




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