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In meiner
Unkenntnis der Dinge verlachte ich deine heiligen Knechte und deine Propheten.
Aber da ich sie verlachte, was tat ich anders, als daß ich selbst ward ein
Sport vor dir? Allmählich kam ich so weit in den Torheiten der Manichäer, daß
ich glaubte, die Feige mitsamt ihrem mütterlichen Bäume vergieße milchweiße
Tränen, wenn man sie pflücke. Wenn jedoch ein Auserwählter eine solche durch
fremdes, nicht durch eigenes Vergehen abgepflückte Feige gegessen hätte, so
würde er, wenn er sie verdaue, Engel, ja sogar Teilchen Gottes aushauchen,
während er bete oder wenn es ihn aufstoße. Diese Teilchen des höchsten und
wahren Gottes wären so hatte man mir gesagt an jene Frucht gebunden geblieben,
wenn sie nicht die Auserwählten mit ihren Zähnen und ihrem Magen befreit
hätten. Und ich Elender glaubte, man müsse den Früchten der Erde mehr
Barmherzigkeit zollen als den Menschen, um derentwillen sie erschaffen; denn wenn
ein Nichtmanichäer hungernd nach Speise begehrte, so wäre der Bissen gleichsam
verdammt gewesen, den man ihm gereicht hätte.
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