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Ich suchte den Weg zu der
beharrlichen Stärke, die da befähigt ist, dich zu genießen, doch ich fand ihn
nicht, bis ich den Mittler zwischen Gott und den Menschen, den Menschen Jesus
Christus umfaßte, der da ist Gott über alles, hochgelobt in Ewigkeit, der da
spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; der die Speise, für die
ich zu schwach war, mit dem Fleisch mischte, denn das Wort ward Fleisch, auf daß
unserer Kindheit zu Milch werde deine Weisheit, durch die du alles geschaffen.
Denn nicht erfaßte ich meinen Herrn Jesus, den Demütigen in Demut, noch
erkannte ich, was seine Niedrigkeit uns lehren solle. Denn dein Wort, die ewige
Wahrheit, erhaben über der ganzen Schöpfung, richtet auf zu sich, die sich
unterwerfen; unter den Niedrigen aber hat er sich gebaut eine niedere Wohnung
aus unserem staube, wodurch er alle, die er sich unterwerfen wollte, von ihrer
Selbsterhebung herunterdrückte und zu sich überführte, vom stolz sie heilend,
ihre Liebe nährend, damit sie nicht in Selbstvertrauen noch weiter wankten,
sondern vielmehr zum Gefühl ihrer Schwäche kämen beim Anblick der Gottheit zu
ihren Füßen, die sich herabließ zu unserer Schwachheit, angetan mit dem Gewande
der Sterblichkeit, und ermattet sich zu ihr niederwürfen, diese aber sich
erhöbe, um sie aufzuheben.
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