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Aber jener Himmel des Himmels ist
nur dein, Herr; die Erde aber, die du den Menschenkindern überließest zu
schauen und zu berühren; Sie war wüst und leer und es war eine Tiefe, auf der
es finster war, oder Finsternis war über der Tiefe, das heißt, mehr als in der
Tiefe. Denn die Tiefe der jetzt sichtbaren Gewässer hat auch in ihren Abgründen
ein Licht eigentümlicher Art, das nur den Fischen und den in seinem Abgrunde
kriechenden Tieren empfindbar ist; dieses Ganze war aber nahe dem Nichts, weil
es überhaupt noch ungestaltet war, jedoch war es gestaltsunfähig. Denn du,
Herr, machtest die Welt aus gestaltlosem Stoff, den du aus Nichts zu einem kaum
Etwas schufest, um aus ihm Großes zu machen, das wir Menschenkinder bewundern.
Bewunderungswürdig ist dieser sinnliche Himmel, den du als eine Feste zwischen
den Gewässern und Gewässern gründetest, als du am zweiten Tage nach der Erschaffung
des Lichtes sagtest: Es werde; und es geschah also. Diese Feste nanntest du
Himmel; aber den Himmel dieser Erde und des Meeres, die du am dritten Tages
schufest, durch Verleihung einer sichtbaren Gestalt dem ungestalteten Stoffe,
den du vor allen Tagen machtest. Denn auch den Himmel hattest du bereits vor
allen Tagen geschaffen, aber den Himmel dieses Himmels, da du im Anfange Himmel
und Erde geschaffen hattest. Die Erde selbst aber, die du geschaffen hattest,
war gestaltlose Masse, weil sie wüst und leer und es finster auf der Tiefe war,
und aus dieser wüsten und leeren Erde, aus dieser Gestaltlosigkeit, aus diesem
dem Nichts so nahen Wesen wolltest du das alles bilden, woraus die
veränderliche Welt besteht, an der die Veränderlichkeit sich zeigt, an der die
Zeiten empfunden und gezählt werden können; denn durch die Verändenungen der
Dinge entstehen die Zeiten, indem ihre Gestalten, deren Stoff vorhin die wüste
Erde genannt wurde, sich verändern und verwandeln.
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