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Was nun ferner den Sinn der
folgenden Worte betrifft, so hebt auch hier aus allem Wahren der eine etwas
hervor, wenn er sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der
Tiefe, das heißt, "jenes Materielle, was Gott schuf, war der nur noch
ungestaltete Stoff der körperlichen Dinge, ohne Ordnung, ohne Licht. Ein
anderer sagt: Die Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe, das
heißt, "das Ganze, was Himmel und Erde genannt wurde, war noch eine
ungestaltete und finstere Masse, aus der der körperliche Himmel und die
körperliche Erde gebildet werden sollte mit allem, was wir auf ihnen mit den
Sinnen wahrnehmen". Ein dritter sagt: Die Erde war wüst und leer und es
war finster auf der Tiefe, das heißt, "das Ganze, was Himmel und Erde
genannt wurde, war die noch ungestaltete und finstere Masse, woraus der
übersinnliche Himmel hervorgehen sollte, der sonst der Himmel des Himmels
genannt wird; und die Erde, die ganze körperliche Natur, mit welchen Worten
auch der körperliche Himmel verstanden wird, das heißt, woraus alle unsichtbare
und sichtbare Schöpfung hervorgehen sollte". Ein vierter dagegen sagt: Die
Erde war wüst und leer und es war finster auf der Tiefe; "nicht jene
Gestaltlosigkeit bezeichnete die Schrift mit den Worten Himmel und Erde,
sondern diese Gestaltlosigkeit selbst war es, die sie eine wüste und leere Erde
und eine finstere Tiefe nennt und von der sie vorher gesagt hatte, daß aus ihr
Gott Himmel und Erde gemacht habe, nämlich die geistige und sinnliche
Schöpfung." Endlich sagt ein anderer: Die Erde war wüst und leer und es
war finster auf der Tiefe, das heißt, "die Gestaltlosigkeit war
gewissermaßen schon der Stoff, woraus, wie die Schrift schon vorher sagte, Gott
Himmel und Erde schuf, nämlich das ganze sinnliche Gebäude der Welt in ihren
zwei großen Teilen, dem oberen und dem unteren, mit allen gewöhnlichen
sichtbaren Geschöpfen, die auf ihnen sind".
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