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Dank sei dir, Herr. Wir sehen den
Himmel und die Erde, entweder den sinnlichen oberen oder unteren Teil oder die
geistige sinnliche Schöpfung; und in der wunderbaren Ordnung dieser Teile, aus
denen das ganze Weltgebäude oder überhaupt das Ganze der Schöpfung besteht,
sehen wir das Licht, das du geschaffen, von der Finsternis geschieden. Wir
sehen die Veste des Himmels, jenen ersten Körper des Weltgebäudes, die zwischen
den geistig höheren und den sinnlich niederen Gewässern begründet ist, oder
auch jenen Luftraum, da auch er Himmel genannt wird, durch den die Vögel
fliegen, zwischen den Wassern, die als Dünste über jenen schweben und die bei
heiteren Nächten tauen, und den Wassern, die schwerer auf der Erde
dahinfließen. Wir sehen die Schönheit der in den weiten Räumen des Meeres
versammelten Wasser und die trockne Erde, nackt oder gebildet, damit sie
sichtbar und geordnet wäre, auch den Stoff der Kräuter und Bäume. Wir sehen die
Lichter darüber glänzen, die Sonne dem Tage genügen, den Mond und die Sterne
die Nacht trösten und durch dieses alles die Zeiten bezeichnet und ausgedrückt.
Wir sehen eine überall befruchtete Natur, fruchtbar an Fischen, Tieren und
Vögeln, weil die dichte Luft, die den Flug der Vögel trägt, durch die Ausdünstung
der Gewässer sich verdichtet. Wir sehen, wie die Oberfläche der Erde mit Tieren
geschmückt ist und wie der Mensch, nach deinem Bilde und Gleichnisse
geschaffen, allen vernunftlosen Tieren durch dein Ebenbild und Gleichnis, d. h.
kraft der Vernunft und des Verstandes, vorgesetzt ist. Und wie in seiner Seele
etwas ist, das durch Urteil und Überlegung herrscht, ein anderes, das sich
unterwirft, um zu gehorchen, so sehen wir auch in der sinnlichen Welt das Weib
dem Manne unterworfen, das zwar geistlich dieselbe Beschaffenheit der
vernünftigen Erkenntnis besäße, aber durch das leibliche Geschlecht dem
männlichen Geschlechte in derselben Weise unterworfen sein sollte, wie der
Trieb zum Handeln sich unterwirft, um von der Vernunft des Geistes die Erkenntnis
des richtigen Handelns zu empfangen. Wir sehen dieses und sehen, daß jedes
Einzelne gut ist und daß das Ganze sehr gut ist.
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