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P. Thomas de Saint Laurent
Das Buch vom Vertrauen

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  • IV
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IV

 

Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles Weitere wird euch dazu gegeben werden.“

Mit diesen Worten schloß der Herr seine Rede über die göttliche Vorsehung. Es ist ein trostreicher Abschluß, der auch ein bedingtes Versprechen enthält; es hängt von uns ab, ob wir seine Nutznießer werden.

Je mehr wir uns um seine Interessen kümmern, desto mehr kümmert sich der Herr auch um die unseren.

Hier müssen wir anhalten, um über die Worte des Meisters nachzudenken.

Als erstes taucht gleich die Frage auf: Wo befindet sich dieses Reich Gottes, das wir vor allem anderen suchen sollen?

„In euch 5, antwortet das Evangelium.

Regnum Dei intra vos est.“

Das Reich Gottes suchen, heißt also, ihm einen Thron in unserer Seele errichten, uns ganz seiner Herrschaft unterwerfen. Wir stellen alle unsere Fähigkeiten unter das barmherzige Zepter des Höchsten. Unser Verstand soll stets daran denken, daß er zugegen ist; unser Wille soll sich unaufhörlich in allem an seinem verehrungswürdigen Willen orientieren; unser Herz möge sich oft in brennenden, aufrichtigen Akten der Liebe zu ihm erheben. Dann üben wir jene Gerechtigkeit, die in der Sprache der Schrift die Vollkommenheit des inneren Lebens bedeutet.

Auf diese Weise halten wir uns genauestens an den Rat des Meisters: Wir suchen das Reich Gottes.

„Und alles Weitere wird euch dazu gegeben werden.“

Hier geht es um eine Art beiderseitiges Abkommen: Wir unsererseits arbeiten für die Ehre des himmlischen Vaters, und der Vater seinerseits verpflichtet sich, für unsere Bedürfnisse Sorge zu tragen.

Werfet daher alle eure Sorgen auf das göttliche Herz; erfüllt das Abkommen, das er euch anbietet; er wird sein Wort halten: Er wird euch behüten und euch versorgen“. 6

Denke an mich“, sagt der Heiland zur heiligen Katharina von Siena, „und ich werde auch an dich denken...“. Jahrhunderte später versprach er der heiligen Margareta im Kloster von Paray, daß alle, die ganz besonders sein heiliges Herz verehren würden, in ihren Unternehmungen Erfolg haben würden.

Glücklich der Christ, der sich an den Grundsatz des Evangeliums hält! Er sucht Gott, und Gott kümmert sich in seiner Allmacht um seine Interessen; was kann ihm fehlen? „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.““ 7

Übe die gediegenen inneren Tugenden und meide jede Unordnung: Vergehen und Laster, die die häufigsten Ursachen des Versagens und des Verderbens sind.

 




5 Lukas, XVII, 21.



6 Jacta super Dominum curam suam, et ipse te enutriet. Psalmen, LIV, 23.



7 Dominus regit me, et nihil deerit. Psalmen, XXII, 1.






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