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Wenn ihr
je bei euren inneren Kämpfen das Vertrauen nachlassen fühlt, betrachtet diese
Stellen des Evangeliums, die ich gerade zitiert habe.
Betrachtet das schmachvolle
Kreuz, an dem euer Gott stirbt. Seht sein armes, dornengekröntes Haupt, das leblos
auf die Brust sinkt. Denkt an die glasigen Augen, das leichenblasse Gesicht,
auf dem sein kostbares Blut gerinnt. Seht euch die durchbohrten Hände und Füße an, den mißhandelten Körper.
Betrachtet vor allem das liebevolle Herz, das von der Lanze des Soldaten
geöffnet wurde: Ein Paar Tropfen blutdurchtränkten Wassers rinnen heraus ...
Alles hat er für euch hingegeben ... Wie sollte man dem Heiland mißtrauen
können?
Von euch aber erwartet er, daß
ihr seine Zuneigung erwidert. Im Namen seiner Liebe, im Namen seines
Martyriums, im Namen seines Todes, entschließt euch, künftig die Todsünde zu
meiden.
Ich weiß sehr wohl, daß die Schwäche groß ist, aber er wird euch helfen.
Trotz allen guten Willens erwarten euch vielleicht Stürze und Rückfälle ins
Böse, aber der Herr ist barmherzig. Er verlangt nur, daß ihr euch nicht von der
Sünde einschläfern läßt, sondern daß ihr gegen die üblen Gewohnheiten angeht.
Versprecht ihm, sofort zu
beichten und nie eine Nacht mit einer Todsünde auf dem Gewissen zu verbringen.
Wenn ihr euch mutig an diesen
Entschluß haltet, seid ihr glücklich zu nennen. Denn dann hat Jesus sein
gebenedeites Blut nicht umsonst für euch vergossen.
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