| Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek |
| P. Thomas de Saint Laurent Das Buch vom Vertrauen IntraText CT - Text |
|
|
|
|
( )
Loreto, den 2. Februar 1999 Darstellung Jesu
Wenn ich den heiligen Rosenkranz bete, versuche ich mir immer das Antlitz der Madonna vorzustellen und sehe mich vor einem ruhigen und vertrauensvollen Gesicht einer Mutter: Ich sehe zwei Augen, kristallklar wie ein wolkenloser Himmel, ich sehe ein fröhliches und strahlendes Verhalten, ich sehe zwei mütterlich ausgestreckten Armen und fühle das gute und freundliche Herz der Mutter.
Ist das ein Traum? Ist das eine Wahnvorstellung?
Nein, weil das Evangelium einen Raum des inneren Heiligtums Mariens geöffnet und uns die fabelhaften Musiknoten ihrer unbefleckten Seele geoffenbart hat.
Der hl. Lukas erzählt, daß wenn Maria in der Nähe des Hauses von Elisabeth kam und den Gruß aussprach („shalom“), fand etwas Außerordentliches statt: Die Freude Mariens trug in wunderbarer Weise auf den kleinen Johannes über, der noch im Schoße seiner Mutter war, stieg in das Herz Elisabeths hinauf und wurde zu einem Bewunderungsschrei in deren Lippen: „Selig, die geglaubt hat, daß in Erfüllung gehen wird, was ihr gesagt worden ist vom Herrn“ (Lk 1, 45).
Und Maria, mit der Reinheit des Kristalls, der das Licht nicht verbergen kann, öffnet ihre Seele und offenbart das Geheimnis ihres unerschütterlichen Vertrauens.
„Hochpreist meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt über Gott, meinen Heiland; er schaut gnäadig herab auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter“ (Lk 1, 46-49)
Wie konnte Maria diese Worte aussprechen? Wie konnte sie es in einer einzigartigen Situation und nach einer ermüdenden Reise tun? Wie konnte Maria eine vollendete Freude und ein unerschütterliches Vertrauen bewahren?
Das Evangelium antwortet uns eindeutig: Der Frieden Mariens quoll aus des Ja, eines Ja zu Gott in absoluter Freiheit, in aufrichtiger Demut und in kindlicher Hingabe.
Völlig vereint mit Gott konnte Maria in jedweder Situation die vertrauensvollen Worte des Psalms 18 wiederholen:
„Ich liebe dich, Herr, meine Stärke, Herr, meine Felsenburg, mein Retter, mein Gott, mein Fels, auf den ich baue, mein Schild und meines Heiles Stärke, meine Festung! Lobpreisend rufe ich zum Herrn; so werde ich befreit von meinen Feinden. ... Er streckte aus der Höhe seine Hand und faßte mich , zog mich heraus aus gewaltigen Wassern. Er entriß mich meinem starken Feind, meinen Gegnern, die an Kraft mich übertrafen. Sie überfielen mich an meinem Unglückstag; doch der Herr ward mir zur Stütze. Er führte mich hinaus ins Weite, entriß mich, da er wohlgesinnt war.“
Dieses Werk, „Das Buch vom Vertrauen“, aus dem Herzen von P. Thomas de Saint Laurent kommend, führt die Seele des Lesers auf dem Weg des Vertrauens. Es ist ein Weg, beschrieben von einem, der ihn kennt, weil er ihn eingeschlagen hat (das bemerkt man!); es ist ein Weg, auf dem der Gesang vom Vertrauen Mariens wie eine süße Untermalung ist, die ins Gedächtnis einprägt und das Herz entflammt, damit auf die Lippen das kindliche Gebet erblüht: „Gegrüßet seist Du, Maria, meine Mutter, mein Vertrauen!“
+ Angelo Comastri Erzbischof-Päpstlicher Legat von Loreto
|
Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek |
Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License |