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| P. Thomas de Saint Laurent Das Buch vom Vertrauen IntraText CT - Text |
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Ein Entschluß resultiert ganz selbstverständlich aus dieser kurzen Studie: Christliche Seelen, setzt alle euch verfügbaren Mittel ein, um das Vertrauen zu erwerben. Betrachtet immer wieder die unendliche Macht Gottes, seine ungeheure Liebe, seine unverwüstliche Treue, mit der er seine Versprechen einhält, und das Leiden unseres Herrn Jesus Christus. Verbleibt aber nicht auf unbestimmte Zeit in abwartender Haltung. Geht von der Reflexion zur Tat über. Weckt häufig in euch Akte des Vertrauens; jede Handlung soll euch Gelegenheit sein, sie zu erneuern. Vor allem aber in der Stunde der Schwierigkeiten und Prüfungen sollen sie noch zahlreicher werden. Wiederholt so oft wie möglich dieses bewegende Stoßgebet: „Heiliges Herz Jesu, ich vertraue auf dich.“ Einer privilegierten Seele hat der Herr einmal gesagt: „Es reicht das kleine Stoßgebet: „Ich vertraue auf dich“, um mein Herz zu erfreuen, denn darin steckt das Vertrauen, der Glaube, die Liebe und die Demut.“ 24 Fürchtet nicht, diese Tugend zu übertreiben! „Auch wenn man ein gutes Leben führt, soll man nie befürchten, die Tugend des Vertrauens zu übertreiben. Denn so wie Gott in seiner unendlichen Wahrheit eine Art unendlichen Glauben verdient, so verdient er auch wegen seiner Macht, seiner Güte, der Unfehlbarkeit seiner Verheißungen – Perfektionen, die genauso unendlich sind wie seine Wahrheit – ein unbegrenztes Vertrauen.“ 25 Gebt euch alle Mühe! Die Früchte des Vertrauens sind so wertvoll, daß es sich lohnt, sie zu pflücken. Und wenn ihr euch eines Tages beklagen solltet, daß ihr die erwarteten wunderbaren Vorteile nicht erhalten habt, dann antworte ich euch mit dem heiligen Chrysostomus: „Ihr sagt: Ich habe gehofft und wurde nicht erhört. Welch seltsame Worte! Lästert nicht gegen die Heilige Schrift! Ihr seid nicht erhört worden, weil ihr nicht vertraut habt, wie es angebracht war; weil ihr nicht das Ende der Prüfung abgewartet habt; ihr wart kleinmütig. Das Vertrauen besteht vor allem darin, im Leiden und in der Gefahr starken Mutes zu sein und das Herz zu Gott zu erheben.“26
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24 Schwester Benigna Consolata Ferrero. Vgl. die Fußnote 19 in Kap. II. 25 Saint-Jure: De la connaissance et de l’amour de J. C., Bd. III, S. 6. 26 Dices: Ego speravi, et sum pudore affectus. Bona verba, quaeso, o homo! Ne divinae Scripturae obloquaris. Nam si pudore affectus es, ideo affectus es, quod non, ut oportuit, speravis, ex eo quod cesseris, ex eo quod finem non expectaveris, pusillo et angusto animo fueris. Hoc enim vel maxime est sperare, quando in media mala et pericula fueris conjectus, tunc erigi. St. Chrysostomus, In Psalm., CXVII. |
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