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S.22.95
Angenommen ein Mann mit Sehvermögen
betrachte sich die vielen Wasserblasen auf dem Ganges, und er beobachte und
untersuche sie gründlich; nachdem er dies aber getan habe, erschienen ihm diese
leer, unwirklich und wesenlos. In derselben Weise betrachtet der Mönch alles
Körperliche, alle Gefühle, alle Wahrnehmungen, alle Geistformationen, alles
Bewußtsein, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, eigen oder fremd, grob
oder fein, gemein oder erhaben, fern oder nahe; und er erkennt alle diese Dinge
als leer, nichtig und wesenslos.
Dem Schaumball gleichet dieser Leib,
Der Wasserblase das Gefühl,
Wahrnehmung ist dem Luftbild gleich,
Die Geistgebilde dem Bananenstamm,
Bewußtsein aber ist wie Gaukelwerk.
S.22.29
Wer sich, ihr Jünger, des
Körperlichen erfreut oder der Gefühle, der Wahrnehmungen, der Geistformationen
oder des Bewußtseins, der erfreut sich des Leidens; und wer sich des Leidens
erfreut, der wird von, Leiden nicht erlöst.
Dhp. 146, 147, 149
Was soll das Lachen, was die Lust,
Wo alles ständig brennt und flammt?
In Finsternis seid ihr gehüllt!
Warum sucht ihr nicht nach dem Licht?
Schaut diesen Balg schön aufgeputzt,
Den Leib voll Löcher, wohl gefügt,
Den siechen, wunschesschwangeren,
Der Dauer und Bestand nicht hat.
Wer diese grauen Knochen sieht,
Die man dort hingeworfen hat,
Den Kürbissen zur Herbstzeit gleich,
Wie kann wohl der noch Lust verspür'n?
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