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Dhp. 174 f
Kein anderer Pfad wie dieser ist's,
Der zur Erkenntnisreinheit führt.
Drum wandelt diesen Pfad entlang,
Dann wird der Mahr geblendet sein.
Denn wenn ihr diesem Pfade folgt,
Macht ihr ein Ende allem Leid.
Gelehrt hab' ich den Pfad, erkannt
Wie man vom Stachel sich befreit.
Ihr selber müßt euch eifrig müh'n,
Die Buddhas zeigen bloß den Weg.
Wer diesem folget selbstvertieft,
Wird aus den Banden Mahrs erlöst.
"Mahr", Pali: mára, wtl. Mörder, Tod (offenbar verwandt mit nordisch mara,
deutsch Mahr, Mahre, lat. mors usw.) ist die buddhistische Gestalt des
Versuchers; er ist die Personifikation der Natur und des in ihr herrschenden
Todes der Sinnenwelt und des Sinnenverlangens, und allgemein:' der Khandha-Welt
und der Leidenschaften (kilesa).
M.26
Leihet Gehör, ihr jünger; Das
Todlose ist gefunden. Ich will euch unterweisen, will euch die Lehre darlegen.
Meiner Weisung folgend, werdet ihr gar bald jenes höchste Ziel der Heiligkeit,
um dessentwillen edle Söhne gänzlich von Hause fort in die Hauslosigkeit
ziehen, selber erkennen, verwirklichen und euch zu eigen machen.
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