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M.117
WELTLICHE UND ÜBERWELTLICHE ERKENNTNIS
Rechte Erkenntnis, sage ich, ist von zweierlei Art: es gibt eine rechte
Erkenntnis, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich (d.i. karmisch heilsam)
ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt eine rechte Erkenntnis, die edel
ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.
1. Die Ansicht, daß Almosen, Gaben und Opfer etwas Gutes sind, daß es eine
Frucht und eine Wirkung gibt für die guten und bösen Taten, daß es so etwas
gibt wie das nächste Leben, daß Vater und Mutter und geistgeborene Wesen keine
leeren Worte sind, daß es in der Welt Mönche und Asketen von rechtem und
vollkommenem Wandel gibt, die diese wie die nächste Welt selber durchschaut und
erfahren haben und sie erklären können. Das, ihr Jünger, ist eine rechte
Erkenntnis, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und
weltlichen Lohn bringt.
2. Was aber da bei einem, während er mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf
dem heiligen Pfade (des Stromeingetretenen, Einmalwiederkehrenden usw.)
verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, an Wissen besteht, das ist eine
rechte Erkenntnis, die edel ist, triebfrei, überweltlich und die zum edlen
Pfade gehört.
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