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3. Betrachtung des Geistes (cittánupassaná)
Wie aber verweilt der Mönch in der Betrachtung des Geistes? Da erkennt der
Mönch den begierigen Geist als begierig, den gierlosen Geist als gierlos, den
gehässigen Geist als gehässig, den haßlosen Geist als haßlos, den verblendeten
Geist als verblendet und den unverblendeten Geist als unverblendet. Er erkennt
den verkrampften Geist als verkrampft und den zerfahrenen Geist als zerfahren,
erkennt den entfalteten Geist als entfaltet und den unentfalteten Geist als
unentfaltet, erkennt den übertreffharen Geist als übertreffbar und den
unübertreffbaren Geist als unübertreffbar, erkennt den gesammelten Geist als
gesammelt und den ungesammelten Geist als ungesammelt, erkennt den befreiten
Geist als befreit und den unbefreiten Geist als unbefreit.
So betrachtet der Mönch den eigenen Geist, betrachtet er den fremden Geist,
betrachtet er den eigenen und fremden Geist. Er betrachtet beim Geiste das
Entstehen, das Vergehen, das Entstehen und Vergehen. ,Der Geist ist da': diese
Achtsamkeit ist in ihm gegenwärtig, so weit sie eben zur Erkenntnis und
Klarheit dient; und unabhängig lebt er, und an nichts in der Welt haftet er. So
verweilt der Mönch in der Betrachtung des Geistes.
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