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GEISTFORMATIONEN-GRUPPE (sankhára-kkhandha)
Der Ausdruck
»Geistformationen" (sankhára) ist ein Sammelbegriff für jene
zahlreichen Funktionen oder Aspekte der Geist-Tätigkeit, welche, neben dem
Gefühl und der Wahrnehmung, in einem einzelnen Bewußtseinsmoment auftreten
können. Im Abhidhamma werden fünfzig solcher Geistformationen aufgezählt. Ihre
Anzahl und Zusammensetzung verändert sich je nach dem Charakter des
betreffenden Bewußtseinszustandes. Als Hauptvertreter dieser Gruppe werden im
Sutta (M. 9) aufgezählt: Wille (cetaná), (sechsfacher)
Bewußtseins-Eindruck (phassa) und Aufmerken (manasikára). Von
diesen dreien wiederum ist Wille, als der hauptsächliche "formende"
Faktor, für die "Geistformationen-Gruppe" besonders charakteristisch
und wird daher in der folgenden Textstelle herausgegriffen:
S.22.56
Was nun, ihr Jünger, sind die
Geistformationen? Diese sechs Willens-Klassen (cetana-káyá) gibt
es:
Das, ihr Jünger, nennt man
»Geistesformationen".
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