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Wort des Buddha IntraText CT - Text |
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35 SAMSARA Unausdenkbar ist ein Anfang dieser Daseinsrunde, nicht zu entdecken ist ein Beginn der von Unwissenheit gehemmten und von Begehren gefesselten Wesen, die immer wieder den Samsára durcheilen, den Samsára durchwandern. Was glaubt ihr, o Jünger, was ist wohl mehr: der Tränenstrom, den ihr auf dieser langen Daseinsrunde, mit Unerwünschtem vereint und von Erwünschtem getrennt, klagend und weinend vergossen habt oder das Wasser der vier Weltmeere? Lange Zeit hindurch habt ihr den Tod von Vater und Mutter, Sohn und Tochter erfahren, den Verlust von Verwandten und Schätzen, das Unglück der Krankheit. Und dabei habt ihr mehr Tränen vergossen, als sich Wasser in den vier Weltmeeren befindet. So habt ihr denn lange Zeiten hindurch Leiden erfahren, Qualen erfahren, das Unglück der Krankheit erfahren und das Leichenfeld vergrößert, wahrlich genug, um sich von allen Daseinsgebilden abzuwenden, loszulösen und zu befreien!
Samsára, wtl. ,wiederholtes Wandern', Daseinswanderung" Daseinsrunde, ist die Bezeichnung für das ewig rastlose, auf- und abwogende Meer des Daseins, das Abbild des unaufhörlichen Prozesses des immer und immer wieder Geborenwerdens, Alterns, Leidens und Sterbens. Genauer gesagt. Samsára ist die ununterbrochene Kette der von Augenblick zu Augenblick beständig wechselnden, durch unabsehbare Zeiten hindurch sich aneinander reihenden fünf Daseinsgruppen, worin eine einzelne sogenannte Lebensdauer nur einen verschwindend kleinen Bruchteil ausmacht. Um die erste Wahrheit wirklich zu verstehen, hat man also seinen Blick auf den Samsára zu richten und nicht etwa bloß auf einen kleinen Bruchteil desselben, denn dieser mag als einzelne Erscheinung in der Tat weniger leidvoll sein. Die erste Wahrheit bezieht sich nicht etwa bloß auf das aktuelle Leiden, d. h. das Leiden als körperliches oder geistiges Schmerzgefühl, sondern lehrt, daß infolge des universalen Gesetzes der Vergänglichkeit alle Dinge, selber die höchsten Glückszustände, dem Wechsel und Untergang unterworfen, also elend, unzulänglich und unbefriedigend sind und ohne Ausnahme den Keim des Leidens in sich tragen. |
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