Art.
1 Vorr| keinem, das mit Gott und Gewissen zu christlicher Einigkeit
2 15 | Unterricht dabei, dass man die Gewissen nicht damit beschweren soll,
3 20 | bloeden und erschrockenen Gewissen sehr troestlich und heilsam
4 20 | und heilsam ist. Denn das Gewissen kann nicht zu Ruhe und Frieden
5 20 | Predigten, sondern die armen Gewissen auf eigene Werke getrieben,
6 20 | vorgenommen. Denn etliche hat das Gewissen in die Kloester gejagt,
7 22 | nicht gebuehrt, derjenigen Gewissen, so das heilige Sakrament
8 23 | sind aus hoher Not ihrer Gewissen, nachdem die Schrift klar
9 23 | schreckliche Anruhe und Qual ihrer Gewissen viele an ihrem letzten Ende
10 24 | naemlich die erschrockenen Gewissen damit zu troesten, dadurch
11 24 | dadurch erweckt und die Gewissen getroestet werden, welche
12 25 | sie sei den erschrockenen Gewissen, wird mit grossem Fleiss
13 25 | geruehrt, sondern allein die Gewissen gemartert mit langer Erzaehlung
14 25 | Zunge, sondern in deinem Gewissen." Hier sieht man klar, dass
15 25 | Trost der erschrockenen Gewissen, dazu um etlicher anderer
16 26 | zu hoher Bescherung der Gewissen geraten. Denn es war nicht
17 26 | Summisten und Theologen, wie die Gewissen verwirrt, welche sich unterstanden
18 26 | epieikeias" gesucht, dass sie den Gewissen huelfen, haben so viel damit
19 26 | missfallen, dass man die Gewissen mit so viel Traditionen
20 26 | verbietet Petrus, dass man die Gewissen nicht beschweren soll mit
21 26 | sind und Brandmal in ihrem Gewissen haben und verbieten, ehelich
22 26 | Speisen zur Verwirrung der Gewissen gemacht hat.~ ~Auch werden
23 27 | Aergernis, was Beschwerung der Gewissen es gebracht, und haben viele
24 27 | dass es mit beschwertem Gewissen im Ehestand ist. Denn daraus,
25 28 | mit gewaltsamen Bann die Gewissen beschwert, sondern auch
26 28 | die Unsern zu[m] Trost der Gewissen gezwungen sind worden, den
27 28 | dass etliche Speisen das Gewissen verunreinigen; dass Fasten
28 28 | Christenheit aufzulegen, die Gewissen zu verstricken? Denn St.
29 28 | So lasst nun niemand euch Gewissen machen ueber Spiese oder
30 28 | Aufsaetzen zu beschweren und die Gewissen zu verstricken, warum verbietet
31 28 | Suenden genugzutun oder die Gewissen damit zu verbinden, solches
32 28 | sei; doch also, dass die Gewissen nicht beschwert werden,
33 28 | vonnoeten gewesen ist, einen gewissen Tag zu verordnen, auf dass
34 28 | Apostel haben auch selbst die Gewissen nicht wollen beschweren
35 28 | halten. Da kann man den Gewissen nicht raten noch helfen,
36 28 | seien, dass [es] auch den Gewissen unschaedlich sei, obgleich
37 28 | begehrt, sie wollten die Gewissen nicht zu Suenden zwingen.
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