Art.
1 1 | ein einig goettlich Wesen sei, welches genannt wird und
2 1 | Stimme, und der Heilige Geist sei erschaffene Regung in Creaturen.~ ~
3 2 | Erbsuende wahrhaftiglich Suende sei und verdamme alle die unter
4 3 | gelehrt, dass Gott der Sohn sei Mensch geworden, geboren
5 3 | dass derselbe Christus sei abgestiegen zur Hoelle,
6 6 | an Christum glaubt, selig sei und nicht durch Werke, sondern
7 8 | Artikel. Was die Kirche sei.~ ~Item, wiewohl die christliche
8 9 | gelehrt, dass sie noetig sei, und dass dadurch Gnade
9 9 | Kindertaufe nicht recht sei.~ ~
10 10 | im Abendmahl gegenwaertig sei und da ausgeteilt und genommen
11 12 | christum Gnade erworben sei; welcher Glaube wiederum
12 15 | damit beschweren soll, als sei solch Ding noetig zur Seligkeit.
13 16 | Obangezeigten keines christlich sei.~ ~Auch werden diejenigen
14 16 | christlich Vollkommenheit sei, Haus und Hof, Weib und
15 20 | neuer Verstand eingefuehrt sei, kann man aus Augustino
16 20 | gelitten habe und auferstanden sei von [den] Toten, sondern
17 20 | Hebraeern am 11., dass glauben sei nicht allein die Historien
18 20 | Gott, dass er uns gnaedig sei, und heisse nicht allein
19 22 | Kelch die Zeit gereicht sei. So spricht St. Hieronymus,
20 22 | wann diese Weise approbiert sei. Nun ist's oeffentlich,
21 23 | meldet, der eheliche Stand sei von Gott dem Herrn eingesetzt,
22 23 | gewusst hat, was am Menschen sei), dass wenig Leute die Gabe,
23 23 | menschlicher Macht oder Vermoegen sei, ohne sonderliche Gabe und
24 23 | Geistlichen die Ehe verboten sei; es habe aber viel hoehere,
25 23 | selbst Joh. 8, 44, der Teufel sei ein Moerder von Anbeginn;
26 24 | und wie es zu gebrachen sei, als naemlich die erschrockenen
27 24 | unwuerdiglich braucht, der sei schuldig am Leib und Blut
28 24 | Erbsuende und andere Suende sei denn der einige Tod Christi,
29 24 | nicht unbillig gestraft sei.~ ~Zum andern, so lehrt
30 25 | das Wort der Absolution sei, wie hoch und teuer die
31 25 | Absolution zu achten; denn es sei nicht des gegenwaertigen
32 25 | troestlich, wie noetig sie sei den erschrockenen Gewissen,
33 25 | geschrieben und gehandelt sei.~ ~Und wird von der Beichte
34 25 | durch die Kirche eingesetzt sei. Doch wird durch die Prediger
35 25 | Ursachen willen zu erhalten sei.~ ~
36 26 | ueber alle Werke zu setzen sei. Derhalben hat St. Paulus
37 26 | aeusserlichen Zeremonien, es sei Mosis oder andern. Und.
38 26 | Christenheit nicht zuwider sei. Und Tripartita Hist., lib.
39 27 | sie vor, das Klosterleben sei ein solch Wesen, dass man
40 27 | Gott damit verdiene, ja, es sei ein Stand der Vollkommenheit,
41 27 | dass der Mensch allein sei; wir wollen ihm eine Gehilfin
42 27 | Gehilfin machen, die um ihn sei."~ ~Was mag man nun dawider
43 27 | Gottes Gnade zu erlangen, sei wider Gott und dem Evangelio
44 27 | moege. So das Volk hoert, es sei nur ein Rat, nicht Rache
45 27 | dass etliche vermeinen, es sei nicht Suende, ausserhalb
46 27 | dieses eine neue Rede gewesen sei, dass das Klosterleben ein
47 27 | man Gott nicht schuldig sei. Dieweil denn solches alles
48 28 | Schluessel oder der Bischoefe sei laut des Evangeliums eine
49 28 | euch gepredigt haben, der sei verflucht!" Und in der 2.
50 28 | Gewalt der Kirche gross sei, dieweil sie mit den zehn
51 28 | dass [es] eine Todsuende sei, wenn man die Siebenzeit
52 28 | dass Fasten ein solch Werk sei, damit man Gott versoehne;
53 28 | nicht zu verderben gegeben sei. Warum mehren sie denn die
54 28 | Unordnung oder wuestes Wesen sei; doch also, dass die Gewissen
55 28 | also noetig aufgerichtet sei, die irren sehr. Denn die
56 28 | eines andern Tags vonnoeten sei.~ ~Es sind viel unrichtige
57 28 | den Gewissen unschaedlich sei, obgleich solche Aufsaetze
58 Schl| geredet] oder angezogen sei, sondern wir haben allein
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