34. Die Liste der Heiligen,
die Afrika der Kirche schenkt, eine Liste, die ihr höchster Ehrentitel
ist, wird ständig länger. Wie könnten wir unter den jüngsten
Clementina Anwarite, Jungfrau und Märtyrerin aus Zaire, unerwähnt
lassen, die ich 1985 auf afrikanischem Boden seliggesprochen habe, Victoria
Rasoamanarivo aus Madagaskar und Josephine Bakhita aus dem Sudan, die
gleichfalls während meines Pontifikats seliggesprochen wurden? Und mub man
nicht an den seligen Isidor Bakanja, Märtyrer aus Zaire, erinnern, den ich
während der Sonderversammlung für Afrika zur Ehre der Altäre
erheben durfte?
»Weitere Prozesse stehen vor dem Abschlub.
Die Kirche in Afrika mub für ihr eigenes Martyrologium sorgen, indem sie
zu den grobartigen Gestalten der ersten Jahrhunderte [...] die Märtyrer
und Heiligen der letzten Zeit hinzufügt«.42
Für das auberordentliche Wachstum der
Kirche in Afrika in den letzten hundert Jahren, für die Früchte an
Heiligkeit, die erreicht worden sind, gibt es nur eine einzige mögliche
Erklärung: das alles ist Gabe Gottes, denn keine menschliche Anstrengung
hätte im Laufe einer relativ so kurzen Zeit ein derartiges Werk zu
vollbringen vermocht. Menschlicher Triumphalismus ist jedoch nicht angebracht.
Wenn die Synodenväter an die Glanzzeit der Kirche in Afrika erinnerten,
wollten sie damit lediglich die von Gott für die Befreiung und das Heil
Afrikas vollbrachten Wunder preisen.
»Das hat der Herr vollbracht, vor unseren
Augen
geschah dieses Wunder« (Ps 118 [117],23).
»Der Mächtige hat Grobes an mir getan,
und sein Name ist heilig« (Lk 1, 49).
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