Anerkennung für
die Missionare
35. Das grobartige Wachstum und das Werk der
Kirche in Afrika sind grobenteils der heroischen, selbstlosen Hingabe von
Generationen von Missionaren zu verdanken. Das wird von allen zugegeben. Die
gesegnete Erde Afrikas ist in der Tat übersät von Gräbern
tapferer Boten des Evangeliums.
Als die Bischöfe Afrikas in Rom zur Sonderversammlung
zusammentraten, waren sie sich sehr wohl der Dankesschuld bewubt, die ihr
Kontinent ihren Vorfahren im Glauben gegenüber hat.
In seiner Ansprache an die erste Versammlung
von S.E.C.A.M. am 31. Juli 1969 in Kampala nahm Papst Paul VI. Bezug auf diese Dankesschuld: »Ihr Afrikaner seid nunmehr eure eigenen
Missionare. Die Kirche Christi ist wirklich in diese gesegnete Erde
eingepflanzt (vgl. Dekret Ad gentes, 6). Eine Verpflichtung müssen
wir erfüllen: wir müssen die Erinnerung an diejenigen wachhalten, die
in Afrika vor euch das Evangelium verkündet haben und es noch heute mit
euch verkündigen, wie uns die Heilige Schrift ermahnt: ?Denkt an eure
Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende
ihres Lebens und ahmt ihren Glauben nach' (Hebr 13, 7). Eine Geschichte,
die wir nicht vergessen dürfen; sie verleiht der Ortskirche das
Kennzeichen ihrer Glaubwürdigkeit und Vortrefflichkeit; ihren
?apostolischen' Charakter; sie ist ein Drama der Liebe, des Heroismus und des Opfers,
das die afrikanische Kirche seit ihren Anfängen grob und heilig macht«.43
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