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Ioannes Paulus PP.II
Ecclesia in Africa

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  • KAPITEL II
    • I. Kurze geschichte der evangelisierung auf dem kontinent
      • 38
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Verwurzelung und Wachstum der Kirche

38. Der Umstand, dab innerhalb von fast zwei Jahrhunderten die Zahl der Katholiken in Afrika rasch gewachsen ist, stellt an sich in jeder Hinsicht ein bemerkenswertes Ergebnis dar. Die Konsolidierung der Kirche auf dem Kontinent wird besonders durch Faktoren bekräftigt wie die beachtliche und rasche zahlenmäbige Zunahme der Kirchenbezirke, das Ansteigen des einheimischen Klerus, der Seminaristen und der Kandidaten in den Instituten des geweihten Lebens, sowie die schrittweise Ausdehnung des Netzes der Katechisten, deren Beitrag zur Ausbreitung des Evangeliums unter den afrikanischen Völkern allen wohl bekannt ist. Schlieblich verdient der hohe Prozentsatz der einheimischen Bischöfe Afrikas besonders erwähnt zu werden, die nunmehr die Hierarchie des Kontinents bilden.

Die Synodenväter haben zahlreiche sehr bedeutsame Schritte zur Kenntnis genommen, die von der Kirche in Afrika auf den Gebieten der Inkulturation und des ökumenischen Dialogs vollzogen worden sind.46 Die beachtlichen und verdienstvollen Leistungen im Erziehungsbereich werden allgemein anerkannt.

Obwohl die Katholiken nur vierzehn Prozent der afrikanischen Bevölkerung bilden, stellen die katholischen Einrichtungen im Bereich des Gesundheitswesens siebzehn Prozent der Gesamtstrukturen des Gesundheitswesens des ganzen Kontinents dar.

Die Initiativen, die von den jungen Kirchen Afrikas mutig ergriffen wurden, um das Evangelium »bis an die Grenzen der Erde« (Apg 1,8) zu tragen, sind zweifellos bemerkenswert. Die in Afrika errichteten Missionsinstitute haben an Zahl zugenommen und damit begonnen, nicht nur für die Länder des Kontinents, sondern auch für andere Regionen der Erde Missionare bereitzustellen. Afrikanische Diözesanpriester, deren Zahl langsam wächst, stellen sich für begrenzte Zeiträume als fidei donum-Priester in anderen, personalschwachen Diözesen in ihrer Nation oder anderswo zur Verfügung. Die afrikanischen Provinzen sowohl der männlichen wie der weiblichen Ordensinstitute päpstlichen Rechts haben gleichfalls eine Zunahme ihrer Mitglieder erfahren. Auf diese Weise stellt sich die Kirche in den Dienst der afrikanischen Völker; sie akzeptiert auberdem, in den »Gabenaustausch« mit anderen Teilkirchen im Rahmen des ganzen Gottesvolkes einbezogen zu werden. All das zeigt auf greifbare Weise, zu welcher Reife die Kirche in Afrika gelangt ist: dies ist es denn auch, was die Abhaltung der Sonderversammlung für Afrika der Bischofssynode möglich gemacht hat.




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