40. Aber wie sieht die
tatsächliche Gesamtsituation des afrikanischen Kontinents heute aus,
besonders unter dem Gesichtspunkt des Evangelisierungsauftrags der Kirche? In
diesem Zusammenhang haben sich die Synodenväter vor allem eine Frage
gestellt: »Inwiefern ist auf einem Kontinent, der der schlechten Nachrichten
überdrüssig ist, die christliche Verkündigung eine ?gute
Nachricht' für unser Volk? Wo sind, mitten in der Verzweiflung, die alles
befällt, die Hoffnung und der Optimismus, die das Evangelium mit sich
bringt? Die Evangelisierung fördert viele der wesentlichen Werte, die
unserem Kontinent so sehr fehlen: Hoffnung, Frieden, Freude, Harmonie, Liebe
und Einheit«.48
Nachdem sie zu Recht betont hatten, dab
Afrika ein riesiger Kontinent mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten sei und
man sich daher sowohl bei der Einschätzung von Problemen wie bei
Lösungsvorschlägen vor jeder Verallgemeinerung zu hüten habe,
mubte die Synodenversammlung schmerzvoll feststellen: »Eine allgemein verbreitete
Situation ist ohne Zweifel die Tatsache, dab Afrika voller Probleme ist: in
fast allen unseren Ländern herrscht eine schreckliche Verelendung,
schlechte Verwaltung der ohnehin kargen verfügbaren Mittel, politische
Instabilität und soziale Orientierungslosigkeit. Das Ergebnis haben wir
vor Augen: Elend, Kriege, Verzweiflung. In einer von den reichen und
mächtigen Nationen kontrollierten Welt ist Afrika praktisch zu einem
unbedeutenden, oft vergessenen und von allen vernachlässigten Anhängsel
geworden«.49
|