41. Für viele
Synodenväter kann das heutige Afrika mit jenem Mann verglichen werden, der
von Jerusalem hinab nach Jericho ging; er fiel Räubern in die Hände,
die ihn ausplünderten, ihn niederschlugen, dann weggingen und ihn halbtot
liegen lieben (vgl. Lk 10, 30-37). Afrika ist ein Kontinent, in dem
zahllose Menschen — Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche — gleichsam
am Strabenrand liegen, krank, verwundet, ohnmächtig, an den Rand geschoben
und verlassen. Sie bedürfen dringend barmherziger Samariter, die ihnen zu
Hilfe kommen.
Ich wünsche mir, dab die Kirche
weiterhin geduldig und unermüdlich als guter Samariter tätig ist.
Denn lange Zeit haben Regime, die heute verschwunden sind, die Afrikaner auf
eine harte Probe gestellt und ihr Reaktionsvermögen geschwächt: der
verwundete Mensch mub alle Möglichkeiten seines Menschseins
wiederentdecken. Die Söhne und Töchter Afrikas brauchen
verständnisvolle Präsenz und pastorale Sorge. Es gilt, ihnen zu
helfen, ihre eigenen Kräfte zu sammeln, um sie in den Dienst des
Gemeinwohls zu stellen.
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