Überwindung der
Gegensätze
49. Eine weitere Herausforderung, die von
den Synodenvätern hervorgehoben wurde, betrifft die verschiedenen Formen
von Uneinigkeit und Zwietracht, die es durch eine ehrliche Praxis des Dialogs
zu beheben gilt.60 Mit Recht wurde darauf hingewiesen, dab innerhalb der von
den Kolonialmächten ererbten Grenzen die Koexistenz unterschiedlicher
ethnischer Gruppen, Traditionen, Sprachen und auch Religionen oft auf
Hindernisse stöbt, die auf schwerwiegende wechselseitige Feindseligkeiten
zurückgehen. »Die Stammesgegensätze bringen bisweilen, wenn
auch nicht den Frieden, so zumindest die Erreichung des Gemeinwohls der
Gesellschaft als ganzer in Gefahr und rufen auch Schwierigkeiten hervor
für das Leben der Kirchen und für die Annahme von Bischöfen aus
anderen ethnischen Gruppen«.61 Deshalb fühlt sich die Kirche in Afrika
genau zu der Aufgabe ermahnt, solche Feindschaften abzubauen. Auch unter diesem
Gesichtspunkt hat die Sonderversammlung die Bedeutung des ökumenischen
Dialogs mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sowie das
Gespräch auch mit der traditionellen afrikanischen Religion und mit dem
Islam hervorgehoben. Die Synodenväter haben sich zudem die Frage gestellt,
mit welchen Mitteln dieses Ziel erreicht werden könnte.
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