Dringlichkeit der Evangelisierung
74. Der Name Jesu Christi ist
tatsächlich der einzige, durch den gesichert ist, dab wir gerettet werden
können (vgl. Apg 4, 12), und da es in Afrika Millionen von Menschen
gibt, die das Evangelium noch nicht erreicht hat, steht die Kirche vor der
notwendigen und dringenden Aufgabe, die Frohe Botschaft allen zu
verkünden und diejenigen, die auf sie hören, zur Taufe und zum
christlichen Leben zu führen. »Die Dringlichkeit missionarischer
Tätigkeit geht aus der von Christus gebrachten und von seinen Jüngern
gelebten grundlegenden Erneuerung des Lebens hervor. Dieses neue Leben
ist Gabe Gottes. Von seiten des Menschen ist erforderlich, sie anzunehmen und
ihr zum Wachstum zu verhelfen, wenn er sich selbst entsprechend seiner
ganzheitlichen Berufung nach dem Bild Christi verwirklichen will«.140 Dieses
neue Leben in der radikalen Ursprünglichkeit des Evangeliums ist für
jedes Volk der Erde hinsichtlich seiner Gewohnheiten und seiner Kultur auch mit
Brüchen verbunden, denn das Evangelium ist niemals ein inneres Produkt
eines bestimmten Landes, sondern es kommt immer »von auberhalb«, von oben.
Für die Getauften wird die grobe Herausforderung immer in der Konsequenz
bestehen, eine den Verpflichtungen der Taufe entsprechende christliche Existenz
zu führen, was den Tod der Sünde und tägliche Auferstehung zu
einem neuen Leben bedeutet (vgl. Röm 6, 4-5). Ohne diese
konsequente Haltung werden die Jünger Christi kaum »Salz der Erde« und
»Licht der Welt« (Mt 5, 13.14) sein können. Wenn sich die
Kirche in Afrika mit Nachdruck und ohne Zögern auf diesen Weg
einläbt, wird überall auf dem Kontinent zur Rettung der Völker,
die ohne Furcht dem Erlöser die Türen öffnen, das Kreuz
eingepflanzt werden können.
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