Die Familie
92. Die Synode hat einen ausdrücklichen
Appell dahingehend erlassen, dab jede christliche Familie zu »einem bevorzugten
Raum evangelischen Zeugnisses«,174 zu einer echten »Hauskirche«,175 zu einer
glaubenden und verkündigenden Gemeinschaft,176 zu einer Gemeinschaft im
Dialog mit Gott177 und grobherzig offen für den Dienst am Menschen178
werde. »Im Schob der Familie sollen die Eltern durch Wort und Beispiel für
ihre Kinder die ersten Glaubensboten sein«.179 »Hier wird das durch die
Taufe erworbene Priestertum des Familienvaters, der Mutter, der Kinder,
aller Glieder der Familie aufs schönste ausgeübt ?im Empfang der
Sakramente, im Gebet, in der Danksagung, durch das Zeugnis eines heiligen
Lebens, durch Selbstverleugnung und tätige Liebe'. Die Familie ist so die
erste Schule des christlichen Lebens und ?eine Art Schule reich entfalteter
Humanität'«.180
Die Eltern sollen sich um die christliche
Erziehung der Kinder kümmern. Indem man sich der konkreten Hilfe
gefestigter, unbeschwerter und engagierter christlicher Familien bedient,
werden die Diözesen das Familienapostolat im Rahmen der Gesamtpastoral
planen. Als »Hauskirche«, die auf den festen kulturellen Grundlagen und auf den
reichen Werten der afrikanischen Familientradition errichtet ist, ist die
christliche Familie dazu berufen, eine wirksame Zelle christlichen Zeugnisses
in der von raschen und tiefgreifenden Veränderungen gezeichneten
Gesellschaft zu sein. Als besonders dringlich hat die Synode diesen Appell im
Rahmen des Jahres der Familie gehalten, das die Kirche zusammen mit der
gesamten internationalen Gemeinschaft damals beging.
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