Priester
97. Mit grober
Dankbarkeit an alle Priester — Welt- und Ordenspriester — für die von
ihnen geleistete apostolische Arbeit und im Wissen um die Erfordernisse, die
von der Evangelisierung der Völker Afrikas und Madagaskars gestellt sind,
hat die Synodenversammlung sie ermahnt, »in totaler Selbsthingabe an die
Sendung und in voller Gemeinschaft mit ihrem Bischof die Treue zu ihrer
Berufung« zu leben.193 Aufgabe der Bischöfe wird es sein, sich der
ständigen Weiterbildung der Priester, vor allem in deren ersten
Amtsjahren, anzunehmen194 und ihnen insbesondere zu helfen, den Sinn des
heiligen Zölibats zu vertiefen und in seiner treuen Befolgung auszuhalten
»in der Erkenntnis der hohen Gnadengabe, die ihnen vom Vater gegeben wurde und
die der Herr so offenkundig gepriesen hat. Sie sollen dabei immer jene Geheimnisse
vor Augen haben, die durch sie bezeichnet werden und ihre Erfüllung
finden«.195 Aufmerksamkeit mub bei diesem Ausbildungsgang auch den gesunden
Werten des Lebensumfeldes der Priester gelten. Darüber hinaus ist es gut daran zu erinnern, das das II. Vatikanische
Konzil unter den Priestern zu »einem gemeinsamen Leben« ermuntert hat, d.h.
einer Art der Lebensgemeinschaft in den verschiedenen, durch die konkreten
persönlichen und pastoralen Bedürfnisse bedingten Formen. Dies soll
dazu beitragen, das geistliche und intellektuelle Leben, die apostolische und
pastorale Arbeit, die Wohltätigkeit und die Sorge füreinander,
besonders den alten, kranken und in Schwierigkeiten befindlichen Priestern
gegenüber zu fördern.196
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