Bischöfe
98. Die
Bischöfe selbst werden in Erfüllung der Aufgabe, die ihnen vom
Heiligen Geist übertragen ist, als Hirten für die Kirche sorgen, die
Gott sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat (vgl. Apg 20,
28). In dem Bemühen, sich
entsprechend der Konzilsempfehlung »ihrer apostolischen Aufgabe als Zeugen
Christi vor allen Menschen zuzuwenden«,197 sollen sie persönlich in
vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Priestern und mit den anderen in der
Seelsorge tätigen Personen den unersetzlichen Dienst der Einheit in der
Liebe ausüben, indem sie sorgsam die Aufgaben der Lehre, der Heiligung und
der pastoralen Führung wahrnehmen. Auberdem sollen sie nicht
versäumen, für die Vertiefung ihrer theologischen Bildung und
für die Stärkung ihres geistlichen Lebens zu sorgen, indem sie nach
Möglichkeit an den von den Bischofskonferenzen oder vom Apostolischen
Stuhl veranstalteten Fortbildungstagungen teilnehmen.198 Sie sollen
insbesondere nie die Mahnung des hl. Gregor des Groben vergessen, wonach der
Hirte vor allem durch ein vorbildliches und von Heiligkeit geprägtes
sittliches Verhalten ein Licht für seine Gläubigen ist.199
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