Mit den
Andersgläubigen zusammenarbeiten
109. Die Verpflichtung, sich für die
Entwicklung der Völker einzusetzen, ist keine rein individuelle und
noch weniger eine individualistische Pflicht, als ob es möglich
wäre, sie mit den isolierten Anstrengungen eines jeden zu erfüllen.
Es ist eine Pflicht für jeden Mann und jede Frau sowie für die
Gesellschaften und die Nationen; im besonderen ist sie ein Imperativ
für die katholische Kirche und für die anderen Kirchen und
kirchlichen Gemeinschaften, mit denen die Katholiken zur Zusammenarbeit auf
diesem Gebiet bereit sind.213 Wie die Katholiken die christlichen Brüder
und Schwestern einladen, sich an ihren Initiativen zu beteiligen, so nehmen sie
die an sie gerichteten Einladungen an und erklären sich in diesem Sinne
bereit, an deren Vorhaben mitzuarbeiten. Um die ganzheitliche Entwicklung des
Menschen zu fördern, können die Katholiken vieles auch zusammen mit
den Gläubigen der anderen Religionen vollbringen, wie sie dies
übrigens bereits an verschiedenen Orten tun.214
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