Die Geibel AIDS
116. Vor diesem Hintergrund allgemeiner
Armut und unzulänglicher Gesundheitsdienste befabte sich die Synode mit
AIDS, jener tragischen Geibel, die in zahlreichen Zonen Afrikas Schmerz und Tod
sät. Die Synode stellte fest, welche Rolle unverantwortliches sexuelles
Verhalten bei der Verbreitung jener Krankheit spielt, und formulierte folgende
entschlossene Empfehlung: »Das Gefühl, die Freude, das Glück und der
Friede, wie sie die christliche Ehe und die Treue erzeugen, sowie die von der
Keuschheit gewährte Sicherheit müssen den Gläubigen, vor allem
den Jugendlichen, ständig vor Augen geführt werden«.223
Der Kampf gegen AIDS mub von allen
aufgenommen werden. Ich stimme den Synodenvätern bei und ersuche
gleichfalls alle in der Seelsorge tätigen Personen, den von AIDS
befallenen Brüdern und Schwestern jede nur mögliche materielle
Unterstützung und jeden moralischen und geistlichen Trost zu spenden. Die
Wissenschaftler und die verantwortlichen Politiker in aller Welt bitte ich sehr
eindringlich, aus der jeder menschlichen Person geschuldeten Liebe und Achtung
nicht mit den Mitteln zu sparen, die imstande sind, dieser Geibel ein Ende zu
setzen.
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