»Schmiedet Pflugscharen
aus den Schwertern!«:(vgl. Jes 2,4): nie wieder Krieg!
117. Die Tragödie der Kriege, die
Afrika zerfleischen, wurde von den Synodenvätern mit scharfen Worten
beschrieben: »Seit mehreren Jahrzehnten ist Afrika Schauplatz von
Bruderkriegen, die die Bevölkerung dezimieren und ihre Natur- und
Kulturschätze zerstören«.224 Das so schmerzliche Phänomen hat
neben Ursachen ausserhalb Afrikas auch interne Ursachen, wie »Tribalismus,
Nepotismus, Rassismus, religiöse Intoleranz, der Machthunger, der sich in
den die Rechte und die Würde des Menschen straflos verhöhnenden
totalitären Regimen bis zum Äubersten stei- gert. Die mibachtete und
zum Schweigen gebrachte Bevölkerung erduldet als unschuldige und sich
ergebende Opfer alle diese Unrechtssituationen«.225
Ich kann nicht anders, als mich mit meiner
Stimme jenen Mitgliedern der Synodenversammlung anzuschlieben und die
Zustände unsagbaren Leides zu beklagen, die von den vielen bereits im Gang
befindlichen oder potentiellen Konflikten hervorgerufen werden, sowie alle, die
die Möglichkeit dazu haben, zu bitten, sich mit allen Kräften
für die Beendigung solcher Tragödien einzusetzen.
Darüber hinaus fordere ich zusammen mit
den Synodenvätern zu aktivem Einsatz auf, dab auf dem Kontinent
Verhältnisse von gröberer sozialer Gerechtigkeit und gerechterer
Machtausübung gefördert werden, um so den Boden für den Frieden
zu bereiten. »Wenn du den Frieden willst, arbeite für die
Gerechtigkeit«.226 Es ist besser — und auch leichter —, den Kriegen eher
zuvorzukommen als zu versuchen sie anzuhalten, wenn sie einmal ausgebrochen
sind. Es ist an der Zeit, dab die Völker ihre Schwerter zerbrechen, um aus
ihnen Pflugscharen zu schmieden, und ihre Lanzen, um aus ihnen Winzermesser zu
machen (vgl. Jes 2, 4).
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