118. Bei der Suche nach
Verhandlungslösungen für die in zahlreichen Zonen des Erdteils aus
gebrochenen bewaffneten Konflikte hat die Kirche in Afrika — besonders durch
einige ihrer Verantwortlichen — in vorderster Linie gestanden. Diese
Befriedungsmission mub weitergehen und sich von der Verheibung des Herrn in den
Seligpreisungen ermutigen lassen: »Selig, die Frieden stiften; denn sie werden
Söhne Gottes genannt werden« (Mt 5, 9).
Diejenigen, die durch den Waffenhandel die
Kriege in Afrika anfachen, sind Komplizen abscheulicher Verbrechen gegen die
Menschheit. In diesem Zusammenhang mache ich mir die Empfehlungen der Synode zu
eigen, die, nachdem sie erklärt hatte: »Der Waffenhandel, der Tod
sät, ist ein Skandal«, an alle Länder, die Waffen an Afrika
verkaufen, mit der flehentlichen Bitte appellierte, »diesen Handel
einzustellen«, und die afrikanischen Regierungen ersuchte, »auf die
übermäbigen Militärausgaben zu verzichten, um mehr Mittel
für die Erziehung, das Gesundheitswesen und den Wohlstand ihrer
Völker aufzuwenden«.227
Afrika mub weiter nach friedlichen und
wirksamen Mitteln suchen, damit die Militärregime die Macht an
Zivilregierungen übergeben. Ebenso stimmt es freilich, dab die
Militärs zu ihrer besonderen Rolle im Land berufen sind. Deshalb lobt die
Synode »unsere Brüder, die Soldaten, für den Dienst, den sie im Namen
unserer Nationen verrichten«,228 um sie aber sofort ausdrücklich daran zu
erinnern, dab »sie jede Gewalttat gegen unschuldige Menschenleben unmittelbar
vor Gott werden verantworten müssen«.229
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