Würde der
afrikanischen Frau
121. Eines der typischen Merkmale unserer
Zeit ist das wachsende Bewubtsein für die Würde der Frau und ihre
spezifische Rolle in der Kirche und in der Gesellschaft im allgemeinen. »Gott
schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann
und Frau schuf er sie« (Gen 1, 27).
Ich habe selbst wiederholt die fundamentale
Gleichheit und die bereichernde gegenseitige Ergänzung angeführt, die
zwischen Mann und Frau besteht.235 Die Synode hat diese Prinzipien auf die Lage
der Frauen in Afrika angewandt. Ihre Rechte und Pflichten in bezug auf den Aufbau
der Familie und die volle Beteiligung an der Entwicklung der Kirche und der
Gesellschaft wurden nachdrücklich unterstrichen. Was speziell die Kirche
angeht, so ist es opportun, dab die in adäquater Weise ausgebildeten
Frauen auf den geeigneten Ebenen an der apostolischen Tätigkeit der Kirche
beteiligt werden.
Die Kirche beklagt und verurteilt, sofern
sie in verschiedenen afrikanischen Gesellschaften noch vorhanden sind, alle
»Gepflogenheiten und Praktiken, die die Frauen ihrer Rechte und der ihnen
gebührenden Achtung berauben«.236 Es ist überaus wünschenswert,
dab die Bischofskonferenzen Sonderkommissionen ins Leben rufen, um, wo es
möglich ist, in Zusammenarbeit mit den zuständigen
Regierungsbehören die Probleme der Frau gründlicher zu studieren.237
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